Kastell Eulbach
| Kastell Eulbach | |
|---|---|
| Limes | ORL 48 (RLK) |
| Strecke (RLK) | ORL Strecke 10 Neckar-Odenwald-Limes Odenwaldlinie |
| Datierung (Belegung) | trajanisch bis max. 159 n. Chr. |
| Typ | Numeruskastell |
| Einheit | unbekannter Numerus |
| Größe | 70 × 78 m = 0,55 ha |
| Bauweise | a) Holz-Erde-Kastell b) Steinkastell |
| Erhaltungszustand | schwache Spuren |
| Ort | Michelstadt-Würzberg |
| Geographische Lage | 49° 40′ 48″ N, 9° 4′ 40,5″ O |
| Höhe | 510 m ü. NHN |
| Vorhergehend | ORL 47 Kastell Hainhaus (nördlich) |
| Anschließend | ORL 49 Kastell Würzberg (südlich) |
Das Kastell Eulbach war ein römisches Numeruskastell der älteren Odenwaldlinie des Neckar-Odenwald-Limes. Das heutige Bodendenkmal liegt auf der Flur des Weilers Eulbach im Osten des Stadtgebietes von Michelstadt im Odenwaldkreis in Hessen.
- ↑ Die konventionelle Anfangsdatierung auf das Jahr 100 (±5) stützt sich auf die Ergebnisse der Ausgrabungen, die Dietwulf Baatz in den Jahren 1964 bis 1966 im Kastell Hesselbach vornahm. Sie basiert im Wesentlichen auf der Auswertung der dabei gefundenen Sigillaten (vgl. den entsprechenden Abschnitt im Hesselbach-Artikel und Dietwulf Baatz: Kastell Hesselbach und andere Forschungen am Odenwaldlimes. Gebr. Mann, Berlin 1973, ISBN 3-7861-1059-X, (Limesforschungen, Band 12), S. 85–96). In der jüngeren Literatur wird einer Anfangsdatierung des Kastells Hesselbach wie des gesamten Odenwaldlimes auf den Zeitraum 107/110 der Vorzug gegeben. Dieser Datierungsansatz stützt sich nicht auf neue Ausgrabungsbefunde, sondern auf eine statistische Neubewertung der Münzfunde aus allen Kastellen des Obergermanisch-raetischen Limes, die der Archäologe Klaus Kortüm 1998 erstmals vorgelegt hat und auf die sich inzwischen einige Autoren der jüngeren Literatur stützen. (vgl. Klaus Kortüm: Zur Datierung der römischen Militäranlagen im obergermanisch-raetischen Limesgebiet. In: Saalburg-Jahrbuch 49, 1998. Zabern, Mainz 1998, S. 5–65 und Egon Schallmayer: Der Limes. Geschichte einer Grenze. Beck, München 2006, ISBN 3-406-48018-7, S. 49–52 sowie S. 54f.)