Kastell Hainhaus
| Kastell Hainhaus (Kastell Vielbrunn) | |
|---|---|
| Limes | ORL 47 (RLK) |
| Strecke (RLK) | ORL Strecke 10 Neckar-Odenwald-Limes Odenwaldlinie |
| Datierung (Belegung) | trajanisch bis max. 159 n. Chr. |
| Typ | Numeruskastell |
| Einheit | unbekannter Numerus |
| Größe | 72 × 79 m = 0,57 ha |
| Bauweise | c) Holz-Erde-Lager (vermutlich) b) Trockenmauer c) Mörtel-Steinmauer |
| Erhaltungszustand | deutliche Spuren |
| Ort | Michelstadt-Vielbrunn |
| Geographische Lage | 49° 43′ 58″ N, 9° 4′ 59,5″ O |
| Höhe | 457 m ü. NHN |
| Vorhergehend | Kleinkastell Windlücke (nördlich) |
| Anschließend | ORL 48 Kastell Eulbach (südlich) |
Das römische Kastell Hainhaus, in der Literatur auch als Kastell Vielbrunn beschrieben, war ein Numeruskastell der älteren Odenwaldlinie des Neckar-Odenwald-Limes. Das heutige Bodendenkmal befindet sich in einem Waldstück rund zweieinhalb Kilometer nordnordöstlich vom Zentrum Vielbrunns, eines Stadtteils von Michelstadt in Südhessen.
- ↑ Die konventionelle Anfangsdatierung auf das Jahr 100 (± 5) stützt sich auf die Ergebnisse der Ausgrabungen, die Dietwulf Baatz in den Jahren 1964 bis 1966 im Kastell Hesselbach vornahm. Sie basiert im Wesentlichen auf der Auswertung der dabei gefundenen Sigillaten (vgl. den entsprechenden Abschnitt im Hesselbach-Artikel und Dietwulf Baatz: Kastell Hesselbach und andere Forschungen am Odenwaldlimes. Gebr. Mann, Berlin 1973, ISBN 3-7861-1059-X, (Limesforschungen, Band 12), S. 85–96). In der jüngeren Literatur wird einer Anfangsdatierung des Kastells Hesselbach wie des gesamten Odenwaldlimes auf den Zeitraum 107/110 der Vorzug gegeben. Dieser Datierungsansatz stützt sich nicht auf neue Ausgrabungsbefunde, sondern auf eine statistische Neubewertung der Münzfunde aus allen Kastellen des Obergermanisch-raetischen Limes, die der Archäologe Klaus Kortüm 1998 erstmals vorgelegt hat und auf die sich inzwischen einige Autoren der jüngeren Literatur stützen. (vgl. Klaus Kortüm: Zur Datierung der römischen Militäranlagen im obergermanisch-raetischen Limesgebiet. In: Saalburg-Jahrbuch 49, 1998. Zabern, Mainz 1998, S. 5–65 und Egon Schallmayer: Der Limes. Geschichte einer Grenze. Beck, München 2006, ISBN 3-406-48018-7, S. 49–52 sowie S. 54f.)
- ↑ Mit dem Steinplatte von Wp 10/19 kann zumindest für das Ende der Kastellzeit auf die Numerus Brittonum Triputiensium geschlossen werden.
- ↑ Nicht zu verwechseln mit dem in der älteren Literatur ebenfalls als Kastell Hainhaus oder Kastell Hainhäusel bezeichneten Kastell Würzberg, ORL 49, bei Michelstadt-Würzberg.