Kastell Würzberg
| Kastell Würzberg (Kastell Hainhäusel/Kastell Hainhaus) | |
|---|---|
| Limes | ORL 49 (RLK) |
| Strecke (RLK) | ORL Strecke 10 Neckar-Odenwald-Limes Odenwaldlinie |
| Datierung (Belegung) | trajanisch bis max. 159 n. Chr. |
| Typ | Numeruskastell |
| Einheit | unbekannter Numerus |
| Größe | 74 × 81 m = 0,6 ha |
| Bauweise | a) Holz-Erde-Kastell b) Trockenmauer c) Mörtelmauer |
| Erhaltungszustand | Teilkonservierung |
| Ort | Michelstadt-Würzberg |
| Geographische Lage | 49° 38′ 3″ N, 9° 4′ 31″ O |
| Höhe | 525 m ü. NHN |
| Vorhergehend | ORL 48 Kastell Eulbach (nördlich) |
| Anschließend | ORL 50 Kastell Hesselbach (südlich) |
Das Kastell Würzberg (in der älteren Literatur auch Kastell Hainhäusel oder Kastell Hainhaus) war ein römisches Numeruskastell der älteren Odenwaldlinie des Neckar-Odenwald-Limes. Das heutige Bodendenkmal liegt südlich von Würzberg, einem etwas abgelegenen Ortsteil von Michelstadt im hessischen Odenwaldkreis.
- ↑ Die konventionelle Anfangsdatierung auf das Jahr 100 (±5) stützt sich auf die Ergebnisse der Ausgrabungen, die Dietwulf Baatz in den Jahren 1964 bis 1966 im Kastell Hesselbach vornahm. Sie basiert im Wesentlichen auf der Auswertung der dabei gefundenen Sigillaten (vgl. den entsprechenden Abschnitt im Hesselbach-Artikel und Dietwulf Baatz: Kastell Hesselbach und andere Forschungen am Odenwaldlimes. Gebr. Mann, Berlin 1973, ISBN 3-7861-1059-X, (Limesforschungen, Band 12), S. 85–96). In der jüngeren Literatur wird einer Anfangsdatierung des Kastells Hesselbach wie des gesamten Odenwaldlimes auf den Zeitraum 107/110 der Vorzug gegeben. Dieser Datierungsansatz stützt sich nicht auf neue Ausgrabungsbefunde, sondern auf eine statistische Neubewertung der Münzfunde aus allen Kastellen des Obergermanisch-raetischen Limes, die der Archäologe Klaus Kortüm 1998 erstmals vorgelegt hat und auf die sich inzwischen einige Autoren der jüngeren Literatur stützen. (vgl. Klaus Kortüm: Zur Datierung der römischen Militäranlagen im obergermanisch-raetischen Limesgebiet. In: Saalburg-Jahrbuch 49, 1998. Zabern, Mainz 1998, S. 5–65 und Egon Schallmayer: Der Limes. Geschichte einer Grenze. Beck, München 2006, ISBN 3-406-48018-7, S. 49–52 sowie S. 54f.)
- ↑ Hainhäusel ist die offizielle topografische Bezeichnung der 531 m ü. NHN hohen flachen Erhebung etwa 200 Meter südöstlich des Kastells.
- ↑ Nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Kastell Hainhaus, ORL 47, bei Michelstadt-Vielbrunn.