Kongo-Freistaat
| Kongo-Freistaat | |||||
| État indépendant du Congo (französisch) Onafhankelijke Congostaat (niederländisch) | |||||
| 1885–1908 | |||||
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| Wahlspruch: Arbeit und Forschritt | |||||
| Amtssprache | Französisch, Niederländisch | ||||
| Hauptstadt | Vivi (1885–1886) Boma (1886–1908) | ||||
| Staats- und Regierungsform | Kolonie (de facto) | ||||
| Staatsoberhaupt, zugleich Regierungschef | König Leopold II. | ||||
| Fläche | 2.345.409 km² | ||||
| Einwohnerzahl | 10 bis 20 Mio. | ||||
| Währung | Kongo-Franc (ab 1887) | ||||
| Errichtung | 1. Juli 1885 | ||||
| Endpunkt | 15. November 1908 | ||||
| Abgelöst von | Belgisch-Kongo | ||||
Der Kongo-Freistaat (französisch; État Indépendant du Congo, niederländisch: Onafhankelijke Congostaat) war von 1885 bis 1908 ein formal unabhängiger Staat in Zentralafrika, der jedoch als Privatbesitz unter der absoluten Kontrolle des belgischen Königs Leopold II. stand. In dieser Zeit errichtete Leopold ein ausbeuterisches Zwangsarbeitssystem, um die reichen Rohstoffe des Landes, vor allem Kautschuk und Elfenbein, in europäischen Profit zu verwandeln. Internationale Proteste gegen die als „Kongogräuel“ bekannt gewordenen Verbrechen führten schließlich dazu, dass der belgische Staat 1908 die Kontrolle über das Gebiet übernahm und es als Kolonie (Belgisch-Kongo) verwaltete.