Kultur- und Kreativwirtschaft
Kultur- und Kreativwirtschaft (KKW) (englisch: creative industries, cultural industries oder creative economy) ist ein Sammelbegriff für Wirtschaftszweige, die sich mit der Schaffung, Produktion und/oder medialen Verbreitung von kreativen/kulturellen Gütern und Dienstleistungen befassen. Es sind Branchen, deren Ursprung in der individuellen Kreativität, den Fähigkeiten und Begabungen einzelner Personen liegt und die durch das Schaffen und Verwerten von geistigem Eigentum als Zukunfts- und Wachstumsbranchen einer Wissensgesellschaft und als Motor für die Stadtentwicklung gelten.
Das World Wide Web und die digitale Revolution haben die Grenzen der KKW erheblich erweitert. Die weltweiten Umfragen der UNCTAD zeigen die unterschiedlichen wirtschaftlichen Beiträge der Kreativwirtschaft in verschiedenen Ländern, die zwischen 0,5 % und 7,3 % des Bruttoinlandsprodukts ausmachen und zwischen 0,5 % und 12,5 % der Erwerbsbevölkerung beschäftigen.
Begrifflich und statistisch ist die weltweite Erfassung dieses heterogenen Wirtschaftssektors schwierig, uneinheitlich und einem ständigen Wandel unterworfen. Zu den Kernbereichen der KKW gehören Unterhaltungssoftware, Film, Rundfunk, Verlage, Presse, Kunst, Kunsthandwerk, Architektur, Innenarchitektur, Design, Mode, Schmuck, Darstellende Künste, Musik und Werbung.
- ↑ Schlussbericht der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“*. Deutscher Bundestag, 11. Dezember 2007, abgerufen am 17. Dezember 2025.
- ↑ Creative Economy Outlook 2024. UNCTAD, abgerufen am 21. Dezember 2025.
- ↑ Creative economy booms, with services leading the growth. UNCTAD, 4. Oktober 2024, abgerufen am 21. Dezember 2025.
- ↑ Creative Industries Economic Estimates January 2015 Statistical Release. In: gov.uk. 13. Januar 2015, abgerufen am 16. Dezember 2025.