Militärintervention im Jemen seit 2015
| Militärintervention im Jemen seit 2015 | ||||||||||||||||||||||
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Aktuelle militärische Lage
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| Datum | 26. März 2015 bis heute | |||||||||||||||||||||
| Ort | Jemen | |||||||||||||||||||||
| Casus Belli | Vormarsch der Huthi auf Aden | |||||||||||||||||||||
| Ausgang | noch offen | |||||||||||||||||||||
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Die Militärintervention im Jemen seit 2015 ist eine militärische und politische Intervention einer von Saudi-Arabien angeführten Militärallianz im Jemen, der neben Saudi-Arabien weitere sunnitisch regierte Staaten aus Afrika und Asien angehören und die unter anderem von den USA, Frankreich und dem Vereinigten Königreich logistisch unterstützt wird.
Die Militärintervention begann am 26. März 2015 mit einer als Operation Decisive Storm bezeichneten Militäroffensive. Sie reagierte auf den von 2004 bis 2014 im Jemen ausgetragenen Huthi-Konflikt und verwandelte den bis dahin größtenteils innerjeminitsch ausgetragenen Bürgerkrieg so in einen Krieg mit mehreren beteiligten Staaten. Die Offensive hatte das Ziel, den weitgehend entmachteten jemenitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi zurück zur Macht zu führen. Hadi wird von einigen Teilen der jemenitischen Armee sowie von sunnitischen Stammesmilizen unterstützt. Diese kämpfen gegen die schiitischen Huthi-Rebellen, die ihrerseits von Stammesmilizen unterstützt werden sowie von Teilen der jemenitischen Armee, die offenbar dem früheren jemenitischen Präsidenten und Machthaber Ali Abdullah Salih loyal sind. In die Kämpfe gegen die Rebellen sind als dritte Kriegspartei zudem Separatisten aus dem Südjemen verwickelt. Ebenfalls in den Krieg involviert sind Dschihadisten zweier Organisationen: der al-Qaida-Ableger AQAP sowie ein Ableger des Islamischen Staates (IS), der erst während der Militärintervention hervortrat; beide verfolgen jeweils eigene Interessen.
Die saudi-arabisch angeführte Militärallianz setzt neben Boden- und Luftangriffen auch eine Seeblockade ein. Insgesamt gilt die Offensive als wenig erfolgreich. Die Militärallianz gegen die Huthi konnte mit ihren Angriffen fast keine Landgewinne erzielen, am allermeisten noch profitierten die dschihadistischen Extremisten vom Kriegschaos.
Die Militäroffensive stößt international auf heftige Kritik, da sie eine humanitäre Katastrophe ausgelöst hat. Zivilisten sind von den Kämpfen überproportional stark betroffen und stellen über die Hälfte der Todesopfer. Unter Zivilisten gab es viele Tausend Tote, Millionen Binnenflüchtlinge und Millionen Unterernährte, darunter allein etwa 2,2 Millionen unterernährte Kinder. Als verantwortlich für das starke Anwachsen der humanitären Katastrophe im Jemen wird neben den großen Zerstörungen durch die Angriffe insbesondere die Seeblockade des Jemen angesehen, die von Seiten der saudi-arabisch angeführten Militärallianz bis heute beibehalten wird. Stand Dezember 2022 gilt die Situation im Jemen immer noch als die schlimmste humanitäre Katastrophe der Welt.
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- ↑ Arabische Allianz schickt Aufklärungstrupp in den Jemen ( vom 4. Mai 2015 auf WebCite), zeit.de, 4. Mai 2015.
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- ↑ Jemen – USA starten Luftbetankung saudi-arabischer Kampfjets ( vom 15. April 2015 auf WebCite), welt.de, 9. April 2015.
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- 1 2 3 Menschenrechtler sehen Indizien für Streubomben im Jemen ( vom 3. Mai 2015 auf WebCite), Reuters Deutschland, 3. Mai 2015.
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- ↑ Monika Bolliger: Jemen: Wie der Konflikt zum Vielfrontenkrieg wurde. In: Der Spiegel. Abgerufen am 27. März 2021.
- ↑ Report: Saudi-UAE coalition ‘cut deals’ with al-Qaeda in Yemen In: Al-Jazeera, 6. August 2018 (englisch).
- ↑ US allies, Al Qaeda battle rebels in Yemen In: Fox News, 7. August 2018 (englisch).
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- 1 2 3 UN humanitarian office puts Yemen war dead at 233,000, mostly from ‘indirect causes’. (news.un.org).
- ↑ reliefweb.int
- ↑ zeit.de, abgerufen am 14. Dezember 2022.
- ↑ Yemen: Pro-Houthi Forces Launch Rockets on Saudi City – Indiscriminate Attacks Kill 12 Civilians, Wound Over a Dozen ( vom 13. Mai 2015 auf WebCite) (englisch). Human Rights Watch, 13. Mai 2015.