Kuckuckskind

Kuckuckskind bezeichnet ein Kind, dessen sozialer Vater nicht sein biologischer Vater ist, weil die Mutter es mit einem anderen Mann zeugte und das Kind und seinen sozialen Vater im Glauben ließ, miteinander blutsverwandt zu sein. Der Ausdruck ist vom Kuckucksvogel abgeleitet, der seine Eier in fremde Nester legt (Brutparasitismus). Zwischen dem Kind und seinem Scheinvater besteht keine rechtliche Verwandtschaft, im Falle der Ehe nur eine Schwägerschaft: Das Kind ist ein Stiefkind des Ehemannes.

Die umgangssprachlich abwertende Bezeichnung als Kuckuckskind beinhaltet eine Kritik an der Mutter, die ihrem (Ehe-)Partner ein mit einem anderen Mann gezeugtes Kind „unterschiebt“; von dem betroffenen Kind kann diese Bezeichnung als stigmatisierend empfunden werden.

Wenn das Kuckuckskind nicht erfährt, wer sein biologischer Vater ist und dieser noch ein andersgeschlechtliches Kind hat, besteht die Gefahr, dass es zur Inzucht beim Menschen kommt (insbesondere wenn der biologische Vater ein Nachbar oder Freund der Familie ist und sich die Kinder ungewöhnlich sympathisch finden).