Kupfer/Kupfersulfat-Elektrode
Eine Kupfer/Kupfersulfat-Elektrode besteht aus metallischem Kupfer, das in eine Kupfersulfatlösung taucht und das eine Kontaktmöglichkeit hat, so dass man die Elektrode mit einem äußeren Stromkreis verbinden kann. Zwei Typen von Kupfer/Kupfersulfat-Elektroden sind für Anwendungen bedeutsam:
- Die Kupfer/Kupfersulfat-Bezugselektrode wird – wie alle Bezugselektroden – zur Messung des elektrischen Potentials bzw. des Elektrodenpotentials genutzt. Sie wird insbesondere im Korrosionsschutz verwendet und ist von vielen Herstellern und Lieferanten kommerziell erhältlich. Diese Kupfer/Kupfersulfat-Elektrode wird mit der Abkürzung CSE bezeichnet (von engl. copper/copper sulfate electrode). Das Potential der CSE gemessen gegen die Standardwasserstoffelektrode beträgt 317 mV bei 25 °C.
- Die Elektroden bei der elektrolytischen Kupferraffination. Die dabei verwendete Lösung enthält aber nur 3–4 % Kupfersulfat und 10–16 % Schwefelsäure.
Früher gab es noch weitere Anwendungen von Kupfer/Kupfersulfat-Elektroden, die heute vor allem historische oder didaktische Bedeutung haben:
- Verwendung in Konzentrationselementen zur Demonstration der Nernstschen Gleichung
- in galvanischen Elementen, wie dem Daniell-Element (+: Kupfer/Kupfersulfat, −: Zink/Zinksulfat) und seine Weiterentwicklungen, z. B. das Gravity-Daniell-Element
- im Kupfercoulometer zur Ladungsmessung im Gleichstromkreis.