Schwefelsäure

Strukturformel
Allgemeines
Name Schwefelsäure
Andere Namen
  • Schwefel(VI)-säure
  • Dihydrogensulfat
  • Monothionsäure
  • E 513
  • Vitriolöl (veraltet)
  • SULFURIC ACID (INCI)
Summenformel H2SO4
Kurzbeschreibung

farb- und geruchlose, viskose Flüssigkeit

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 7664-93-9
EG-Nummer 231-639-5
ECHA-InfoCard 100.028.763
PubChem 1118
DrugBank DB11309
Wikidata Q4118
Eigenschaften
Molare Masse 98,08 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

1,84 g·cm−3

Schmelzpunkt

10,94 °C (100 %)

Siedepunkt
  • 290 °C wasserfreie Säure
  • ca. 335 °C 98%ige Säure (Azeotrop)
Dampfdruck

< 0,1 Pa

pKS-Wert
  • −3 (H2SO4), −6,62
  • 1,9 (HSO4), 1,99
Löslichkeit

vollständig mischbar mit Wasser

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP), ggf. erweitert

Gefahr

H- und P-Sätze H: 290314
P: 234280303+361+353304+340+310305+351+338363
MAK

DFG/Schweiz: 0,1 mg·m−3 (gemessen als einatembarer Staub/Aerosolanteil)

Toxikologische Daten

2140 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral, 25%ige Lösung)

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).

Schwefelsäure ist eine chemische Verbindung des Schwefels mit der Summenformel H2SO4. Die 100%ige Schwefelsäure ist eine farblose, ölige, sehr viskose und hygroskopische Flüssigkeit, die in der Technik manchmal als Monohydrat bezeichnet wird. Schwefelsäure ist eine der stärksten Säuren und wirkt stark ätzend. Diese Mineralsäure bildet zwei Reihen von Salzen, die Hydrogensulfate und die Sulfate, bei denen im Vergleich zur freien Säure ein beziehungsweise zwei Protonen durch Kationen ersetzt sind.

Schwefelsäure ist eine der technisch wichtigsten Chemikalien überhaupt und zählt zu den meistproduzierten chemischen Grundstoffen. 1993 wurden weltweit etwa 135 Millionen Tonnen Schwefelsäure produziert, im Jahr 2012 waren es 230 Millionen Tonnen. Sie wird vor allem in der Düngemittelproduktion und zur Herstellung anderer Mineralsäuren, etwa der Salz- oder Phosphorsäure, verwendet. Es werden meist wässrige Lösungen verschiedener Konzentrationen eingesetzt.

Das Anhydrid der Schwefelsäure ist das Schwefeltrioxid (SO3). Die Lösung von Schwefeltrioxid in der Schwefelsäure über das stöchiometrische Mengenverhältnis hinaus wird als rauchende Schwefelsäure oder Oleum bezeichnet. Verwandte Säuren sind die Schweflige Säure (H2SO3), die sich vom Schwefeldioxid ableitet und die Thioschwefelsäure (H2S2O3), bei der ein Sauerstoffatom durch Schwefel ersetzt ist.

  1. Eintrag zu E 513: Sulphuric acid in der Europäischen Datenbank für Lebensmittelzusatzstoffe, abgerufen am 27. Juni 2020.
  2. Eintrag zu SULFURIC ACID in der CosIng-Datenbank der EU-Kommission, abgerufen am 11. August 2020.
  3. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Eintrag zu Schwefelsäure in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 2. Januar 2026. (JavaScript erforderlich)
  4. 1 2
  5. 1 2 Organic Chemistry Michigan State University
  6. Eintrag zu Sulphuric acid in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. Februar 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  7. Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva): Grenzwerte – Aktuelle MAK- und BAT-Werte (Suche nach 7664-93-9 bzw. Schwefelsäure), abgerufen am 2. November 2015.
  8. Datenblatt 96%ige Schwefelsäure (PDF) bei Carl Roth, abgerufen am 23. April 2010.
  9. Eintrag zu Schwefelsäure. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 26. Mai 2014.