L’arbore di Diana

Operndaten
Titel: L’arbore di Diana

Urfassung des Librettos, Wien 1787

Form: Dramma giocoso
in zwei Akten
Originalsprache: Italienisch
Musik: Vicente Martín y Soler
Libretto: Lorenzo Da Ponte
Uraufführung: 1. Oktober 1787
Ort der Uraufführung: Theater nächst der Burg, Wien
Spieldauer: gegen 3 Stunden
Ort und Zeit der Handlung: Insel der Diana (Delos), mythische Vorzeit
Personen

Die Oper L’arbore di Diana (Der Baum der Diana) ist ein Gemeinschaftswerk des Venezianers Lorenzo Da Ponte (Libretto) und des Valencianers Vicente Martín y Soler (Musik). Sie schrieben sie 1787 in Wien als drittes ihrer fünf Drammi giocosi und erzielten damit ihren größten Erfolg.

Da Ponte hielt das Libretto für sein bestes: Wollüstig, ohne lasziv zu sein, interessiert es das Publikum (…) von Anfang bis Ende.“ Es sei „ein gefälliger Stoff“, geeignet für Martíns „weiche Melodien, die alle innig mitfühlen, aber nur ganz wenige nachahmen können“. Trotzdem geriet das Werk später für lange Zeit in Vergessenheit. Dies wohl auch, weil es eine Allegorie auf ein politisches Ereignis – die Säkularisation der Klöster durch Kaiser Joseph II. – darstellt.

  1. K.k. Hoftheater. In: Wiener Zeitung, 4. Oktober 1787, S. 10 (online bei ANNO).
  2. Von altgriechisch κλυτος: berühmt, gänzend, edel.
  3. Die übrigen Werke von Da Ponte und Martín sind: Il burbero di buon cuore und Una cosa rara (beide Wien, 1786), La capricciosa corretta und L’isola del piacere (beide London, 1795).
  4. Memorie di Lorenzo Da Ponte (…) 2. Ausgabe, 1. Band, Teil 2, Nuova-Jork 1829, S. 103: „Questo dramma per mia opinione è il migliore di tutti drammi da me composti, tanto per l’invenzione che per la poesia: è voluttuoso senza esser lascivo; e interessa (…) dal cominciamento alla fine.“
  5. Memorie di Lorenzo Da Ponte (…) 2. Ausgabe, 1. Band, Teil 2, Nuova-Jork 1829, S. 99: „un argomento gentile, adattabile a quelle sue dolcissime melodie, che si senton nell’anima, ma che pochissimi sanno imitare“.
  6. Vgl. Memorie di Lorenzo Da Ponte (…) 2. Ausgabe, 1. Band, Teil 2, Nuova-Jork 1829, S. 102. Aufgehoben wurden die Klöster, welche nicht dem Unterricht oder der Krankenpflege dienten. (Vgl. Derek Beales: Prosperity and Plunder, European Catholic Monasteries in the Age of Revolution, 1650–1815, Cambridge University Press, Cambridge 2003, ISBN 0-521-59090-6, S. 179–228; derselbe: Joseph II, Band 2, Cambridge University Press, Cambridge 2009, ISBN 978-0-521-32488-5, S. 271–306.)