Lingua plicata

Klassifikation nach ICD-10
K14.5 Lingua plicata
{{{02-BEZEICHNUNG}}}
{{{03-BEZEICHNUNG}}}
{{{04-BEZEICHNUNG}}}
{{{05-BEZEICHNUNG}}}
{{{06-BEZEICHNUNG}}}
{{{07-BEZEICHNUNG}}}
{{{08-BEZEICHNUNG}}}
{{{09-BEZEICHNUNG}}}
{{{10-BEZEICHNUNG}}}
{{{11-BEZEICHNUNG}}}
{{{12-BEZEICHNUNG}}}
{{{13-BEZEICHNUNG}}}
{{{14-BEZEICHNUNG}}}
{{{15-BEZEICHNUNG}}}
{{{16-BEZEICHNUNG}}}
{{{17-BEZEICHNUNG}}}
{{{18-BEZEICHNUNG}}}
{{{19-BEZEICHNUNG}}}
{{{20-BEZEICHNUNG}}}
{{{21-BEZEICHNUNG}}}
ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Die Lingua plicata (lat.: lingua ‚Zunge‘, plicare ‚falten‘; Synonyma: Faltenzunge, Kerbzunge, Furchenzunge, Lingua fissurata, Lingua scrotalis, Lingua dissecta, Lingua cerebelliformis) ist eine autosomal dominant vererbte Variante der Beschaffenheit der Zungenoberfläche, die durch eine verstärkte längs- und/oder querverlaufende Faltenbildung gekennzeichnet ist. Die Lingua plicata ist eine harmlose Normvariante, die keine funktionelle Beeinträchtigung der Zunge bewirkt. Gelegentlich klagen Patienten über Zungenbrennen.

Die Lingua plicata tritt meist bei gesunden Personen auf (Prävalenz: 10 bis 15 %). Im Allgemeinen manifestiert sich eine Lingua plicata nicht vor dem 4. Lebensjahr, die Häufigkeit der Entstehung nimmt bis Ende des 2. Lebensjahrzehnts ständig zu.

Sie wird selten im Zusammenhang mit dem Melkersson-Rosenthal-Syndrom (mit gleichzeitiger Fazialislähmung und Cheilitis granulomatosa) diagnostiziert. Sie wird auch bei vielen Patienten mit Down-Syndrom beobachtet. Bei Patienten mit Schuppenflechte kann sie als orale Manifestation auftreten. In 10 % der Fälle ist die Lingua plicata mit der Lingua geographica vergesellschaftet.

Die Faltenzunge ist manchmal ein Symptom beim Cowden-Syndrom und beim Sjögren-Syndrom.

  1. A. Kalifatidis, E. Albanidou-Farmaki u. a.: HLA alleles and fissured tongue. In: International journal of immunogenetics. Band 37, Nummer 6, Dezember 2010, S. 509–511, doi:10.1111/j.1744-313X.2010.00944.x, PMID 20572893.
  2. 1 2 Altmeyers Enzyklopädie
  3. Günther Veltman, Wolfgang Bengel: Dermatologie für Zahnmediziner: Mit besonderer Berücksichtigung der Mundkrankheiten. Thieme, 1976, ISBN 3-13-534701-X (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Konrad Bork, Walter Burgdorf, Nikolaus Hoede: Mundschleimhaut- und Lippenkrankheiten: Klinik, Diagnostik und Therapie; Atlas und Handbuch. 3. Auflage. Schattauer Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-7945-2486-0, S. 33 ff. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).