Bronchialkarzinom
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| C34 | Bösartige Neubildung der Bronchien und der Lunge |
| C34.0 | Hauptbronchus, Carina tracheae, Hilus |
| C34.1 | Oberlappen |
| C34.2 | Mittellappen |
| C34.3 | Unterlappen |
| C34.8 | Bronchus und Lunge, mehrere Teilbereiche überlappend |
| C34.9 | Lokalisation nicht näher bezeichnet |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| 2C25 | Bösartige Neubildungen des Bronchus oder der Lunge |
| 2C25.0 | Adenokarzinom des Bronchus oder der Lunge |
| 2C25.1 | Kleinzelliges Karzinom des Bronchus oder der Lunge |
| 2C25.2 | Plattenepithelkarzinom des Bronchus oder der Lunge |
| 2C25.3 | Großzelliges Karzinom des Bronchus oder der Lunge |
| 2C25.4 | Karzinoid oder sonstige bösartige neuroendokrine Neubildungen des Bronchus oder der Lunge |
| 2C25.5 | Nicht näher bezeichnete bösartige epitheliale Neubildung des Bronchus oder der Lunge |
| 2C25.Y | Sonstige näher bezeichnete bösartige Neubildungen des Bronchus oder der Lunge |
| 2C25.Z | Bösartige Neubildungen des Bronchus oder der Lunge, nicht näher bezeichnet |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Unter einem Bronchialkarzinom (auch Lungenkarzinom, bronchogenes Karzinom, Bronchuskarzinom, Lungenkrebs) versteht man eine bösartige Neubildung entarteter Zellen der Bronchien oder Bronchiolen. Das Bronchialkarzinom ist eine der häufigsten bösartigen Erkrankungen des Menschen.
Das inhalative Tabakrauchen ist der mit Abstand wichtigste Risikofaktor für Lungenkrebs. Das Risiko steigt mit erhöhter Menge und Dauer des Rauchens. Bei Männern ist es in etwa 90 %, bei Frauen in etwa 80 % der Fälle für die Entwicklung eines Bronchialkarzinoms verantwortlich. Zweithäufigste Ursache ist das Wohnen in stark mit dem radioaktiven Edelgas Radon belasteten Räumen. Daneben gibt es zahlreiche andere Stoffe, die den Tumor auslösen können (beispielsweise Asbest oder sechswertiges Chrom), denen man beruflich oder umweltbedingt ausgesetzt sein kann.
Die Heilungsrate ist erheblich von der Art des Karzinoms und seiner Ausdehnung abhängig. Sie ist z. B. im Falle des kleinzelligen Bronchialkarzinoms immer noch sehr schlecht und liegt bei einer Fünfjahresüberlebensrate von unter zehn Prozent.
An Lungenkrebs sterben mehr Menschen als an Brustkrebs, Prostatakrebs und Dickdarmkrebs zusammen. Entwickelt der Patient die ersten Symptome (z. B. chronische Heiserkeit oder Bluthusten), ist es meist zu spät für eine erfolgreiche Therapie. Wenn aber Lungenkrebs frühzeitig (also meist per Zufall) entdeckt wird, ergibt sich laut American Cancer Society (ACS) eine Überlebensquote von 47 %. Gleichzeitig ist die Röntgenaufnahme der Lunge mit 50-%-Anteil die am häufigsten durchgeführte Röntgenuntersuchung. Die zufällige Erkennung von Lungenkrebs im Frühstadium (Stage 1) im Röntgenbild ist allerdings schwierig. Es ist bekannt, dass Rundherde von fünf bis zehn Millimetern leicht übersehen werden können.
- ↑ Cancer Facts & Figures 2012. ( vom 12. September 2012 im Internet Archive) (PDF; 1,8 MB) American Cancer Society, Atlanta 2012, S. 15.
- ↑ Tobacco Facts. National Cancer Institute; abgerufen am 9. September 2012.
- ↑ Anja Schröder: Radon ist zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Bundesamt für Strahlenschutz, Pressemitteilung vom 1. Februar 2005 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de), abgerufen am 7. September 2012.
- ↑ American Cancer Society. ( vom 12. Juni 2006 im Internet Archive; PDF)
- ↑ N. Wu u. a.: Detection of small pulmonary nodules using direct digital radiography and picture archiving and communication systems. In: J Thorac Imaging., 21, 2006, S. 27–31. PMID 16538152.