Luxusgut
Als Luxusgut bezeichnet man umgangssprachlich eine Klasse von Gütern, die von einem Konsumenten als Luxus wahrgenommen werden oder in der Volkswirtschaftslehre (und dort speziell in der Mikroökonomik) eine Klasse von Gütern, deren Nachfrage sich bei steigendem Einkommen überproportional zum Einkommensanstieg erhöht. Gegensatz ist das Billigsortiment.
Die umgangssprachliche Definition stellt die Luxusgüter dem Luxusbegriff gegenüber, was auch unter anderen der Volkswirt N. Gregory Mankiw vertritt. Eine Vielzahl von Ökonomen stellt bei Luxusgütern deren Zusammenhang zu Einkommen und Nachfrage her.
Unabhängig von der Definition unterliegen Luxusgüter der Hochpreisstrategie ihrer Anbieter. Im Hinblick auf das Preisniveau und auf die Beziehung zwischen Einkommen und Nachfrage gibt es volkswirtschaftlich drei Güterklassen, nämlich inferiore Güter, normale Güter und Luxusgüter. Bei inferioren Gütern führen steigende Einkommen sogar zu sinkender Nachfrage, bei normalen Gütern wächst die Nachfrage unterproportional oder proportional zum Einkommen, bei Luxusgütern steigt die Nachfrage überproportional. Normale und Luxusgüter heißen auch superiore Güter, weil bei beiden die Nachfrage steigt. Über diese Abgrenzungen besteht in der Fachliteratur jedoch keine einheitliche Meinung. Normalgüter dienen der Grundversorgung; ihre Nachfrage ist anfangs sehr hoch, es tritt jedoch sehr schnell Sättigung ein; erst danach beginnt die Grenze zu den Luxusgütern.
- ↑ N. Gregory Mankiw/Mark P. Taylor, Grundzüge der Volkswirtschaftslehre, 4. Auflage, Schäffer-Poeschel, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-7910-2787-6
- ↑ Johannes Natrop, Grundzüge der Angewandten Mikroökonomie, Oldenbourg, München 2006, S. 82, ISBN 978-3-486-71315-2
- ↑ Friedrich Breyer, Mikroökonomik: Eine Einführung, 2011, S. 143
- ↑ Susanne Wied-Nebbeling/Helmut Schott, Grundlagen der Mikroökonomik, Springer, Heidelberg u. a. 2007, S. 48, ISBN 978-3-540-73868-8
- ↑ Alfred Endres/Jörn Martiensen: Mikroökonomik. Eine integrierte Darstellung traditioneller und moderner Konzepte in Theorie und Praxis, Kohlhammer, Stuttgart 2007, S. 320, ISBN 978-3-17-019778-7
- ↑ Susanne Wied-Nebbeling/Helmut Schott, Grundlagen der Mikroökonomik, 2005, S. 49
- ↑ Susanne Wied-Nebbeling/Helmut Schott, Grundlagen der Mikroökonomik, 2005, S. 49
- ↑ Horst W. Opaschowski, Freizeitökonomie: Marketing von Erlebniswelten, 1995, S. 29