Madschnūn va Laylī

Madschnūn va Laylī (persisch مجنون و لیلی, DMG Maǧnūn va Laylī) ist das dritte der fünf langen poetischen Werke, das Amīr Chusrau Dihlavī für seine Chamsa, ein Sammelwerk, in persischer Sprache verfasst hat. Er hat dieses Masnawī nach dem Vorbild von Nizāmīs Laylī va Madschnūn gestaltet und im Jahre 1299 in Delhi vollendet. Die Erzählung handelt von Qays und Laylī, Kinder zweier rivalisierender Stämme, die sich in der Schule ineinander verlieben. Als Laylīs Vater davon erfährt, verbietet er seiner Tochter den weiteren Schulbesuch. Die Trennung von der geliebten Freundin treibt Madschnūn in den Wahnsinn. Die Verwandlung von Qays in Madschnūn, den von Laylī Besessenen, und die gesellschaftliche Reaktion auf seinen Zustand sind die zentralen Themen des Masnawī. Zugleich geht es um die Entwicklung von der immanenten zur transzendenten Liebe.

  1. Orsatti in Ashtiany: Persian Narrative Poetry. 2023, S. 284 und 286.