Maurice H. Rindskopf
Maurice Herbert Rindskopf (* 27. September 1917 in Brooklyn, New York City, New York; † 27. Juli 2011 in Annapolis, Anne Arundel County, Maryland) war ein Konteradmiral der United States Navy. Er war unter anderem kommissarischer Kommandeur des Office of Naval Intelligence (ONI).
Im Jahr 1938 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis in Maryland. In der amerikanischen Kriegsmarine durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Konteradmiral.
Während seiner militärischen Laufbahn absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland. Nach zwei Jahren an Bord des Schlachtschiffs USS Colorado wurde er an der U.S. Naval Submarine School in Groton in Connecticut zum U-Boot Offizier ausgebildet. Anschließend wurde er auf das U-Boot R4 versetzt, dessen Besatzung er in unterschiedlichen Funktionen bis zum Oktober 1941 angehörte.
Anschließend wurde er auf die USS Drum versetzt, ebenfalls ein U-Boot. Rindskopf blieb bis zum November 1944 in unterschiedlichen Funktionen an Bord dieses Schiffes. Er stieg bis zum Ersten Offizier auf und im Juni 1944 wurde er mit dem Kommando über dieses U-Boot betraut. Sein Schiff operierte während des Zweiten Weltkriegs im pazifischen Raum. Offiziellen Angaben zufolge versenkte die USS Drum 15 japanische Schiffe, die Crew reklamierte jedoch 27 für sich.
Im November 1944 kehrte Rindskopf an die U.S. Naval Submarine School in Groton zurück, wo er bis zum Februar 1947 als Lehrer tätig war. Zwischen März 1947 und Juni 1949 kommandierte er das U-Boot USS Sea Cat, das in jenen Jahren im Atlantik operierte. Anschließend wurde er zum Stab des Bureau of Ordnance versetzt, das für die Beschaffung, Lagerung und den Einsatz von Waffen der amerikanischen Marine zuständig war. Dort verblieb er bis zum Juni 1952, als er zum Stab der 1. U-Boot-Staffel (Submarine Squadron One) versetzt wurde. Gleichzeitig leitete er die Submarine Prospective Commanding Officers School.
Im September 1953 übernahm Rindskopf das Kommando über den Zerstörer USS Higbee. In der Folge erhielt er auch den Oberbefehl über die 11. U-Boot-Division (Submarine Division Eleven). Zwischen August 1956 und Juli 1957 studierte er am Naval War College in Newport in Rhode Island. Anschließend wurde er zum Stab des Chief of Naval Operations (CNO) versetzt, wo er bis zum Juni 1958 Leiter der Abteilung für Hafenverteidigung (Head of the Harbor Defense Branch) war. Danach leitete er bis zum Juni 1960 die Submarine School (U-Boot-Schule) in New London in Connecticut. Anschließend kommandierte er bis zum August 1961 das U-Boot-Begleitschiff USS Fulton.
In der Folge kehrte er zum Stab des CNO zurück, wo er bis Juni 1963 in dessen Stabsabteilung für das Nachrichtenwesen (Assistant Director of Naval Intelligence for Foreign Intelligence) tätig war. Im Juni 1963 wurde er mit dem Kommando über die 2. U-Boot-Staffel (Submarine Squadron Two) betraut und im Oktober des gleichen Jahres erhielt er zudem den Oberbefehl über die 2. U-Boot-Flottille (Submarine Flotilla Two). Diese Aufgaben erfüllte er bis Juli 1964, als er mit dem Kommando über die 8. U-Boot-Flottille (Submarine Flotilla Eight) betraut wurde. Im August 1965 wurde er stellvertretender Kommandeur des ONI. Diese Aufgabe erfüllte er bis zum September 1967. Zwischen Mai und Juli 1966 war er kommissarischer Leiter dieser Organisation.
Im September 1967 wurde Maurice Rindskopf zum Stab des United States Pacific Commands versetzt. Bis zum Oktober 1969 war er in dessen Stabsabteilung für das Nachrichtenwesen tätig (Deputy Assistant Chief of Staff for Intelligence). Danach leitete er die Sonderabteilung Deep Submergence Systems Division. Außerdem war er in der Abteilung der Marine für Meereskunde tätig (Assistant Oceanographer for Oceanographic Operations). Am 1. Juli 1972 schied er aus dem aktiven Militärdienst aus.
Nach seiner Pensionierung arbeitete Maurice Rindskopf 16 Jahre lang für die Westinghouse Corporation. Er starb am 27. Juli 2011 in einem Seniorenheim in Annapolis an den Folgen einer Krebserkrankung und wurde auf dem Friedhof der Marineakademie (Grabstelle 39-5-L) beigesetzt.