New York (Bundesstaat)

New York
Flagge Siegel
Liste der Bundesstaaten
Hauptstadt: Albany
Staatsmotto: Excelsior
Amtssprache: de jure: keine
de facto: Englisch
Fläche: 141.299 km²
Einwohner: 20.215.751 (Stand: 2020) (159 E. / km²)
Mitglied seit: 26. Juli 1788
Zeitzone: Eastern: UTC−5/−4
Höchster Punkt: 1.629 m (Mount Marcy)
Durchschn. Höhe: 305 m
Tiefster Punkt: 0 m Atlantischer Ozean
Gouverneurin: Kathy Hochul (D)
Post / Amt / ISO NY / / US-NY
Karte von New York (Bundesstaat)

New York (standardsprachlich (AE) [nuːˈjɔɹk], regional auch [nuːˈjɔə̯k] oder [nɪˈjɔə̯k]; BE: [ˈnjuːˈjɔːk]) ist ein Bundesstaat im Nordosten der Vereinigten Staaten von Amerika und Teil der Mittelatlantikstaaten. Um Verwechslungen mit der Stadt New York City zu vermeiden, wird er auch als New York State bezeichnet. Er grenzt im Osten an die Region Neuengland mit den Staaten Vermont, Massachusetts und Connecticut, im Norden an die kanadischen Provinzen Ontario und Quebec, und im Süden an Pennsylvania und New Jersey. Sein Territorium erstreckt sich sowohl bis zum Atlantischen Ozean als auch bis zu den Großen Seen. Mit fast 20 Millionen Einwohnern ist New York der viertbevölkerungsreichste US-Bundesstaat hinter Kalifornien, Texas und Florida, und mit 141.300 km² der flächenmäßig 27. größte Bundesstaat.

Die Hauptstadt des Bundesstaates, der den Beinamen "Empire State" (Imperiums-Staat) trägt, ist Albany; die größte und namensgebende Stadt ist die Weltmetropole und größte US-Stadt New York City mit rund 8 Millionen Einwohnern, die eine entsprechend dominante Rolle einnimmt.

New York wird in zwei Regionen, namens Upstate und Downstate eingeteilt, die sich in vielerlei Hinsicht stark voneinander unterscheiden und nur durch einen relativ engen Korridor entlang des Hudson Rivers miteinander verbunden sind. Der südöstliche Teil des Bundesstaates (Downstate) umfasst New York City, Long Island, auf der etwa 40 % der Bevölkerung des Bundesstaates leben und die bevölkerungsreichste Insel des Landes ist; sowie die Städte, Vororte und wohlhabenden Enklaven des unteren Hudson Valley. Diese Gebiete bilden das Zentrum des weitläufigen Großraums New York und machen etwa zwei Drittel der Bevölkerung des Bundesstaates aus. Der größere Upstate-Bereich erstreckt sich von den Großen Seen bis zum Lake Champlain und umfasst die Adirondack Mountains und die Catskill Mountains als Teil der Appalachen. Das von Ost nach West verlaufende Mohawk River Valley teilt die bergigeren Regionen des Upstate in zwei Hälften und mündet in das von Norden nach Süden verlaufende Hudson River Valley in der Nähe der Hauptstadt Albany. West-New York, Heimat der Städte Buffalo und Rochester, ist Teil der Region der Großen Seen und grenzt an den Ontariosee und den Eriesee, die an der Grenze zu Kanada über die Niagarafälle bzw. den Niagara River miteinander verbunden sind. Zentral-New York wird von der Stadt Syracuse und der Finger Lakes-Region geprägt, die ein beliebtes Touristenziel darstellt. Im Süden, entlang der Staatsgrenze zu Pennsylvania, liegt die Southern Tier-Region auf dem Allegheny-Plateau, das zu den nördlichsten Ausläufern der Appalachen gehört.

New York war eine der ursprünglichen Dreizehn Kolonien, aus denen später die Vereinigten Staaten hervorgingen. Das Gebiet des heutigen New York war bereits seit mehreren tausend Jahren von Stämmen der Algonkin und der Irokesen-Konföderation bewohnt, als die ersten Europäer dort ankamen. Ausgehend von Henry Hudsons Expedition im Jahr 1609 gründeten die Niederländer 1621 die multiethnische Kolonie Neu-Niederlande. England eroberte die Kolonie 1664 von den Niederländern und benannte sie in Provinz New York um. Während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges gelang es einer Gruppe von Kolonisten schließlich, die Unabhängigkeit zu erlangen, und der Staat ratifizierte 1788 die damals neue Verfassung der Vereinigten Staaten. Ab dem frühen 19. Jahrhundert verschaffte die Erschließung des Landesinneren New Yorks, beginnend mit dem Bau des Erie-Kanals, dem Staat unvergleichliche Vorteile gegenüber anderen Regionen der Vereinigten Staaten. Der Staat baute im Laufe des nächsten Jahrhunderts seine politische, kulturelle und wirtschaftliche Vormachtstellung aus und erhielt so den Beinamen „Empire State“. Obwohl die Deindustrialisierung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einen Teil der Wirtschaft des Staates untergrub, gilt New York auch im 21. Jahrhundert weiterhin als globaler Knotenpunkt für Kreativität und Unternehmertum, soziale Toleranz und ökologische Nachhaltigkeit. Der Aufstieg New York Citys zur Weltmetropole brachte dem gesamten Bundesstaat die wichtige Rolle, die er heute für das ganze Land spielt. Bekannte Unternehmen mit Sitz in New York State sind u. a. JPMorgan Chase, die größte Bank der USA, der Medienkonzern NBCUniversal, der Technologiekonzern IBM, der Pharmakonzern Pfizer oder der Getränkehersteller PepsiCo.

Der Bundesstaat zieht Besucher aus aller Welt an und verzeichnete 2022 die höchste Besucherzahl aller US-Bundesstaaten. Viele seiner Sehenswürdigkeiten sind weithin bekannt, darunter vier der zehn meistbesuchten Touristenattraktionen der Welt im Jahr 2013: Times Square, Central Park, Niagarafälle und Grand Central Terminal. In New York gibt es etwa 200 Colleges und Universitäten, darunter die Ivy-League-Mitglieder Columbia University und Cornell University sowie die weitläufige State University of New York, die zu den größten Universitätssystemen des Landes gehört. New York City ist Sitz der Vereinten Nationen, der größten Wertpapierbörse der Welt (NYSE) und wird manchmal als die wichtigste Stadt oder gar inoffizielle „Hauptstadt“ der Welt bezeichnet, da sie wie kaum eine andere Stadt wirtschaftliche, politische und kulturelle Bedeutung auf sich vereint und das Aushängeschild der größten Volkswirtschaft und Militärmacht der Welt ist. Der Staat New York hingegen hat allgemein nicht die Strahlkraft, wie sie andere Bundesstaaten wie etwa Kalifornien oder Texas haben, die über ihre Metropolen hinaus ein gewisses Image verkörpern.

  1. US Census Bureau (Memento vom 16. Mai 2015 im Internet Archive)
  2. 2020 Census Apportionment Results. In: United States Census. 26. April 2021, abgerufen am 4. Mai 2021 (englisch).