Meeresströmung

Meeresströmungen (engl. Ocean Currents) sind großräumige, gerichtete Bewegungen des Meerwassers, die durch eine Vielzahl von Kräften und Prozessen angetrieben werden. Sie umfassen sowohl horizontale als auch vertikale Transporte von Wassermassen und spielen eine zentrale Rolle im globalen Klimasystem. Die wichtigsten Antriebskräfte sind Wind, Unterschiede in Temperatur und Salzgehalt (Dichteunterschiede), die Erdrotation (Corioliskraft) sowie die Gestalt der Ozeanbecken.

Meeresströmungen transportieren enorme Mengen an Wärme, Salz, Nährstoffen und Gasen wie Kohlendioxid und sind daher entscheidend für das Klima der Erde. Sie tragen dazu bei, Temperaturunterschiede zwischen Äquator und Polen auszugleichen, und machen viele Regionen überhaupt erst bewohnbar.

Ein Beispiel ist der Golfstrom samt seiner Fortsetzung, des Nordatlantikstroms, der warmes Wasser aus der Karibik nach Nordeuropa transportiert und so für ein vergleichsweise mildes Klima sorgt. Ohne diesen Wärmetransport wären die Winter in Westeuropa deutlich kälter.

  1. Aus: Albert L. Arey, Frank L. Bryant, William W. Clendenin, William T. Morrey: Physiography for High Schools.
  2. Army Specialized Training Division. Army Service Forces Manual M-101.
  3. 1 2 3 Antrieb des Klimas – die großen Meeresströmungen Geomar-Website, abgerufen am 18. Juni 2025.
  4. 1 2 Ocean Currents Website Copernicus Marine Service, abgerufen am 16. Juni 2025.