Myoklonie

Klassifikation nach ICD-10
G25.3 Myoklonus
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Klassifikation nach ICD-11
8A06 Myoklonische Störungen
8A06.0 Essentieller Myoklonus
8A06.1 Segmentaler Myoklonus
8A06.2 Fokaler Myoklonus
8A06.20 Palataler Myoklonus
8A06.21 Chronischer Schluckauf
8A06.Y Sonstige näher bezeichnete myoklonische Störungen
8A06.Z Myoklonische Störungen, nicht näher bezeichnet
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)

Myoklonien sind rasche unwillkürliche Muskelzuckungen, die häufig als Begleitsymptom bei einer Vielzahl neurologischer Erkrankungen vorkommen. Sie werden kortikal (Großhirnrinde), subkortikal (andere Regionen des Gehirns) oder spinal (Rückenmark) generiert. Sie werden zu den extrapyramidalen Hyperkinesien gerechnet.

Es gibt auch Myoklonien als natürliche Phänomene ohne Krankheitswert, etwa Einschlafzuckungen.

Myoklonien sind rhythmische oder arhythmische Zuckungen an lokalen Muskelgruppen, multifokal oder generalisiert. Die Bewegungsintensität variiert. Häufig sind rumpfnahe Extremitätenabschnitte betroffen, aber auch Mimik und Rumpfmuskulatur. Wenn die Myoklonien durch Willkürbewegung verstärkt oder aktiviert werden, spricht man von einem Aktionsmyoklonus. Wenn sie durch äußere Reize (Berührung, Lichtstimuli, Geräusche) ausgelöst werden, heißen sie Reflexmyoklonus.