Nachfrage (Mikroökonomie)
Als Nachfrage wird in der Mikroökonomie das Streben der Wirtschaftssubjekte nach Gütern oder Dienstleistungen zu einem bestimmten Preis bezeichnet, die der Bedarfsdeckung dienen. Komplementärbegriff ist das Angebot.
Als Nachfrager kommen alle Wirtschaftssubjekte in Betracht (Privathaushalte, Unternehmen, Staat mit Gebietskörperschaften sowie das Ausland). Unternehmen sind zwar die typischen Anbieter beim Güterangebot, tauchen jedoch gleichzeitig bei der Beschaffung etwa von Rohstoffen für die Produktion (Faktormarkt) auch als Nachfrager auf. Bei der Nachfrage muss das Wirtschaftssubjekt auf einem Markt als Marktteilnehmer auftreten und als Gegenleistung für das vom Anbieter offerierte Handelsobjekt den Kaufpreis in Geld (Geldwirtschaft) oder anderen Gütern/Dienstleistungen (Tauschwirtschaft) entrichten. Je nach Handelsobjekt wird dabei zwischen Produktionsfaktoren (auf dem Faktormarkt), Devisen (Devisenmarkt), Geld (Geldmarkt), Gütern (Gütermarkt), Kapital (Kapitalmarkt) oder Krediten (Kreditmarkt) unterschieden. Entsprechend heißt die Nachfrage dann konkret Faktornachfrage, Devisennachfrage, Geldnachfrage, Güternachfrage, Kapitalnachfrage oder Kreditnachfrage. Die Güternachfrage richtet sich entweder auf Konsumgüter (Konsumgüternachfrage) oder Investitionsgüter (Investitionsgüternachfrage), den zwei wesentlichsten ökonomischen Größen des Gütermarkts.
Die Nachfrager beachten bei ihrer Nachfrage entweder das Ziel der Gewinnmaximierung (Unternehmen) oder der Nutzenmaximierung (Privathaushalte und Staat).