Gütermarkt

Der Gütermarkt ist in der Volkswirtschaftslehre ein Markt, auf dem als Handelsobjekte Güter und Dienstleistungen gehandelt werden. Die Gütermärkte sind weltweit innerhalb jeder Volkswirtschaft die wichtigsten Märkte. Auf ihnen werden Güter und Dienstleistungen angeboten und nachgefragt. Zu den Gütern gehören die Konsumgüter, die dem Konsum (Gebrauch oder Verbrauch) der Verbraucher dienen, und Investitionsgüter, die für die Investition bei Unternehmen verwendet werden. Entsprechende Teilmärkte sind der Konsumgütermarkt und der Investitionsgütermarkt. Die Umsatzerlöse des gesamten Dienstleistungssektors werden – bis auf einige Ausnahmen – dem Gütermarkt zugerechnet.

Marktteilnehmer des Gütermarkts sind Unternehmen, Privathaushalte, der Staat und seine Staatsunternehmen sowie Exporteure und Importeure (offene Volkswirtschaft). Zuweilen wird für Zwecke der Marktanalyse das Ausland ausgeklammert (geschlossene Volkswirtschaft).

Weder die klassische Nationalökonomie noch die neoklassische Theorie haben sich mit einer umfassenden Marktanalyse der Gütermärkte befasst, weil das Saysche Theorem besagt, dass sich unter optimalen Marktbedingungen jedes Angebot seine Nachfrage selbst schafft.

  1. Andreas Wellmann/Jürgen Hünseler, Makroökonomik, 2003, S. 51
  2. Clemens Büter, Außenhandel, 2013, S. 150
  3. Robert Richert, Makroökonomik - Schnell erfasst, 2007, S. 20