Nationales Lage- und Führungszentrum für Sicherheit im Luftraum

Nationales Lage- und Führungszentrum für Sicherheit im Luftraum
— NLFZ SiLuRa —

Aufstellung Oktober 2003
Staat Deutschland Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft Luftwaffe
Standort Uedem
Marsch Viribus Unitis (Josef Bach)

Das Nationale Lage- und Führungszentrum für Sicherheit im Luftraum (NLFZ SiLuRa) nahm im Oktober 2003 im niederrheinischen Uedem im Kasernenkomplex des NATO-Combined Air Operations Centre Uedem in der Luftverteidigungs-Anlage Uedem auf dem Paulsberg seinen Betrieb auf.

In diesem Zentrum kontrollieren deutsche Soldaten, Beamte der Bundespolizei, die Deutsche Flugsicherung und (seit 2012) das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gemeinsam rund um die Uhr im Schichtdienst den Luftraum, um terroristische Bedrohungen durch zivile Flugzeuge (sogenannte Renegade-Fälle) abzuwehren.

Bei Bedarf werden auch Informationen des Bundesnachrichtendienstes, des Bundeskriminalamtes oder der Polizeibehörden der Länder herangezogen; auch mit den Nachbarstaaten wird zusammengearbeitet.

Dem NLFZ SiLuRa steht ein Netz von 45 Radaranlagen (Flugsicherung/Bundeswehr) sowie die Daten der AWACS-Frühwarnflugzeuge zur Verfügung.

  1. Zentrum Militärmusik der Bundeswehr (Hrsg.): A2-2750/0-0-3 Zuteilung von Truppenmärschen. Version 3.1 Auflage. 13. September 2022 (Anlage 4.1 [PDF; abgerufen am 8. September 2024]).
  2. 1 2 Helmut Michelis: Luftwaffe schützt von Uedem aus auch den Euro. Wenn Geldscheine in Milliardenwert über Deutschland unterwegs sind, überbewacht auch die Bundeswehr ihren Flugweg – eine der vielen Aufgaben des Führungszentrums in Uedem. Es ist für die gesamte Sicherheit im Luftraum zuständig, soll Terroristen abschrecken und hilft sogar Passagierjets in Not. In: RP online. Rheinische Post, 1. Mai 2012, abgerufen am 20. Februar 2015.