Netilat Jadajim
Netilat Jadajim (hebräisch נְטִילַת יָדַיִם nəṭîlat jādajim), die rituelle Waschung der Hände, ist neben der Tevila, dem Eintauchen des gesamten Körpers in einer Mikwe, eine von zwei verschiedenen Formen der rituellen Waschung im Judentum.
Das hebräische Wort netila ist laut Israel Meir Lau abgeleitet von נטלא nṭlʾ, dem aramäischen Wort für „Gefäß.“ Doch werden auch andere Deutungen vorgeschlagen.
Die rituelle Handwaschung wird in der Tora erwähnt und in Mischna und Talmud genauer erläutert. Sie ist Thema des Mischnatraktats Jadajim. Heute wird sie von Anhängern des orthodoxen Judentums sowie manchmal auch im konservativen Judentum praktiziert. Im liberalen Judentum ist sie nicht üblich.
- ↑ Israel Meir Lau: Wie Juden leben. S. 7.
- ↑ Daniel Travis, Netilat Jadajim – die rituelle Waschung der Hände ( des vom 9. März 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Hanegev. Abgerufen am 21. Mai 2016.
- ↑ Martin L. Gordon: Netilat yadayim shel shaharit: Ritual of crisis or dedication? Yeshiva University Journal of Jewish Studies, (1981) v.8 S. 36–72, auf archive.org