Ohio

Ohio
Flagge Siegel
Liste der Bundesstaaten
Hauptstadt: Columbus
Staatsmotto: With God, all things are possible
(dt. „Mit Gott sind alle Dinge möglich“)
Fläche: 116.096 km²
Einwohner: 11.799.448 (Volkszählung 2020) (102 E. / km²)
Mitglied seit: 1. März 1803
Zeitzone: Eastern: UTC−5/−4
Höchster Punkt: 472 m (Campbell Hill)
Durchschn. Höhe: 260 m
Tiefster Punkt: 139 m Ohio River
Gouverneur: Mike DeWine (R)
Post / Amt / ISO OH / / US-OH
Karte von Ohio

Ohio (englisch Aussprache [oʊ̯ˈhaɪ̯oʊ̯] ) ist ein Bundesstaat im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten. Er grenzt im Norden an den Eriesee, im Osten an Pennsylvania, im Südosten an West Virginia, im Südwesten an Kentucky, im Westen an Indiana und im Nordwesten an Michigan. Die gesamte südliche Grenze wird dabei vom Ohio River gebildet, der dem Staat seinen Namen gibt. Der Name kommt aus der Seneca-Sprache der Irokesen und bedeutet so viel wie „Großer Fluss“.

Von den 50 US-Bundesstaaten ist er flächenmäßig der 34. größte, und mit fast 11,9 Millionen Einwohnern ist Ohio der siebtbevölkerungsreichste und zehntbevölkerungsdichteste Bundesstaat, was ihn zu einem der bedeutenden Zentren des Mittleren Westens mit zahlreichen Großstädten macht. Seine Hauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt ist Columbus, weitere wichtige Ballungszentren sind Cleveland und Cincinnati sowie Dayton, Akron und Toledo. Ohio trägt den Spitznamen „Buckeye State“ nach seinen Ohio-Rosskastanienbäumen, und die Einwohner von Ohio werden dementsprechend auch als „Buckeyes“ bezeichnet.

Das Gebiet des heutigen Bundesstaates war einst die Heimat mehrerer alter indigener Zivilisationen, wobei Menschen bereits um 10.000 v. Chr. dort lebten. Das Territorium entstand aus den Gebieten westlich der Appalachen, um die verschiedene indigene Stämme und europäische Kolonisten vom 17. Jahrhundert bis zu den Nordwest-Indianerkriegen Ende des 18. Jahrhunderts stritten. Ohio wurde vom Nordwestterritorium, der ersten Grenze der neuen Vereinigten Staaten, abgetrennt und am 1. März 1803 als 17. Bundesstaat in die Union aufgenommen, als erster unter der 1787 in Kraft getretenen Northwest-Verordnung. Er war damit der erste postkoloniale freie Staat, der in die Union aufgenommen wurde, und entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einer der frühesten und einflussreichsten Industriemächte des Landes. Obwohl Ohio im 21. Jahrhundert zu einer stärker informations- und dienstleistungsorientierten Wirtschaft übergegangen ist, bleibt es ein Industriestaat, der im nationalen Vergleich 2019 den siebten Platz beim BIP einnahm und über den drittgrößten Fertigungssektor und die zweitgrößte Automobilproduktion verfügt. Bekannte Unternehmen mit Sitz in Ohio sind u. a. Procter und Gamble (Konsumgüter), Goodyear Tire & Rubber (Reifenhersteller) und The Kroger Company (Supermarktkette).

Ohio gilt wie viele Staaten des Mittleren Westens als eine Art Mikrokosmos der USA, da sich hier Industriekultur, Landwirtschaft und städtische Zentren auf engem Raum mischen. Neben seiner Hauptrolle als Industriezentrum, das von der Arbeiterkultur geprägt wird, spielen gleichzeitig auch ländliche, oft konservative Traditionen eine Rolle. Städte wie Cleveland, Columbus und Cincinnati haben eigene kulturelle Profile: Cleveland mit Rockmusik (Rock and Roll Hall of Fame), Columbus als moderne, wachsende Universitäts- und IT-Stadt, Cincinnati mit seiner deutschen Einwandererkultur und Baseball-Tradition. Die Cincinnati Reds aus der MLB sind eines der ältesten Profi-Baseballteams der USA. Auch afroamerikanische Kultur spielt eine wichtige Rolle, insbesondere in der Musik und Bürgerrechtsgeschichte. Politisch gesehen ist Ohio ein typischer Swing State. Außerdem stammen sieben Präsidenten der Vereinigten Staaten aus diesem Bundesstaat, was ihm den Beinamen „Mutter der Präsidenten“ eingebracht hat.