Oklahoma
| Oklahoma | |||||
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| Liste der Bundesstaaten | |||||
| Hauptstadt: | Oklahoma City | ||||
| Staatsmotto: | Labor omnia vincit (lat., „Arbeit überwindet alles“) | ||||
| Fläche: | 181.035 km² | ||||
| Einwohner: | 3.959.353 (Census 2020) (22 E. / km²) | ||||
| Mitglied seit: | 16. November 1907 | ||||
| Zeitzone: | Central: UTC−6/−5 | ||||
| Höchster Punkt: | 1516 m (Black Mesa) | ||||
| Durchschn. Höhe: | 395 m | ||||
| Tiefster Punkt: | 88 m Little River | ||||
| Gouverneur: | Kevin Stitt (R) | ||||
| Post / Amt / ISO | OK / / US-OK | ||||
| Karte von Oklahoma | |||||
Oklahoma (englisch Aussprache ) ist ein Bundesstaat im zentralen Süden der Vereinigten Staaten. Er grenzt im Süden und Westen an Texas, im Norden an Kansas, im Nordosten an Missouri, im Osten an Arkansas, im Westen an New Mexico und im Nordwesten an Colorado. Mit alten Gebirgszügen, Prärien, Tafelbergen und östlichen Wäldern liegt der größte Teil von Oklahoma in den Great Plains, Cross Timbers und den U.S. Interior Highlands, allesamt Regionen, die für Unwetter, insbesondere Tornados anfällig sind. Heute ist er der nach Fläche 20. größte und mit knapp 4 Millionen Einwohnern der 28. bevölkerungsreichste der 50 Bundesstaaten der USA. Die Hauptstadt und größte Stadt ist das zentral gelegene Oklahoma City. Die zweite große, bedeutende Stadt ist Tulsa im Nordosten des Staates am Ufer des Arkansas Rivers, gefolgt von kleineren Städten wie Lawton, Enid und Ponca City.
Der Name des Bundesstaates leitet sich von den Choctaw-Wörtern „okla“ (Menschen) und „humma“ (rot) ab. Derzeit werden in Oklahoma 25 indigene Sprachen gesprochen. Laut der US-Volkszählung von 2020 identifizieren sich 14,2 Prozent der Einwohner Oklahomas als Indianer, was prozentual gesehen die höchste indigene Bevölkerung aller Bundesstaaten ist.
Vor der Gründung des Bundesstaates befand sich im 19. Jahrhundert auf diesem Gebiet das umgangssprachlich so genannte Indianerterritorium (Indian Territory), ein von der US-Regierung sanktioniertes Gebiet für Indianer, die aus den Regionen östlich des Mississippi in dieses vergleichsweise karge Gebiet zwangsumgesiedelt wurden (Trail of Tears). Die Umsiedlung betraf die Völker der Muskogee (Creek), Cherokee, Chickasaw, Choctaw und Seminolen, die wegen ihrer Anpassung an die Lebensweise der Kolonisten auch als die „Fünf zivilisierten Nationen“ beschrieben wurden. Ab 1889 öffnete man das Land in spektakulären „Land Runs“ weißen Siedlern, wodurch die Einwohnerzahl rapide anstieg, was ein Jahr später zur Schaffung des Oklahoma-Territoriums und 1907 schließlich zur Gründung des heutigen Bundesstaates Oklahoma führte. Auf diese Zeit bezieht sich auch der Spitzname des Staates „The Sooner State“, in Anlehnung an die Sooners, amerikanische Siedler, die Ansprüche auf indianisches Land erhoben, bevor der Indian Appropriations Act von 1889 das Land für die Besiedlung durch Weiße öffnete. Mit der Gründung des Oklahoma-Territoriums wurde auch der sogenannte Oklahoma-Panhandle dem späteren Staat zugeschlagen. Historisch war dieses im äußersten Westen gelegene Gebiet lange ein „No Man’s Land“, weil es zwischen den bereits etablierten Gebieten Texas, Kansas, New Mexico und den Indianerterritorien lag und somit de facto unorganisiertes, rechtsfreies Gebiet war. So entstand die ungewöhnliche Form des heutigen Oklahomas.
In den 1920er-Jahren erlebte die Region einen enormen Ölboom, als große Vorkommen bei Tulsa, Oklahoma City und im Osage County erschlossen wurden. Tulsa wurde zur „Ölhauptstadt der Welt“, und zeitweise kam ein erheblicher Teil der US-Förderung aus Oklahoma. Zugleich entstanden Spannungen durch Korruption, Umweltverschmutzung und soziale Ungleichheit. Die 1930er-Jahre hingegen werden mit der „Dust Bowl“-Periode verbunden, einer Zeit großer Dürren und Staubstürme, die der Überbewirtschaftung der Prärieböden geschuldet war und riesige Flächen in Staubwüsten verwandelte. Hunderttausende Siedler verloren ihre Lebensgrundlage und wanderten – oft in klapprigen Wagen mit dem Nötigsten beladen – nach Kalifornien aus, wo sie sich als Saisonarbeiter verdingen mussten. Dieses Kapitel wurde durch John Steinbecks Roman Früchte des Zorns weltberühmt und prägt das Bild Oklahomas in der US-Geschichte bis heute.
Seitdem hat sich Oklahoma von einem von Landwirtschaft und Energie dominierten Staat zu einer vielfältigeren, aber kulturell stark von seiner indianischen und Siedlergeschichte geprägten Region entwickelt. Oklahoma ist weiterhin ein bedeutender Produzent von Erdgas, Erdöl und landwirtschaftlichen Erzeugnissen und stützt sich zusätzlich auf eine wirtschaftliche Basis aus Luftfahrt, Telekommunikation und Biotechnologie. Oklahoma City und Tulsa sind die mit großem Abstand wichtigsten wirtschaftlichen Zentren Oklahomas, in deren statistischen Metropolregionen fast zwei Drittel der Einwohner des Bundesstaates leben.
Oklahoma ist die Heimat zahlreicher Stars der Country-Musik, wie Garth Brooks oder Carrie Underwood. Weitere bekannte Persönlichkeiten, die aus dem Bundesstaat stammen sind die Schauspieler Brad Pitt und Chuck Norris, sowie die Politikerin Elizabeth Warren und die Baseball-Legende Mickey Mantle. Die bekanntesten Sportteams aus Oklahoma sind das NBA-Basketballteam Oklahoma City Thunder und das College Football Team Oklahoma Sooners der University of Oklahoma. Kulinarisch ist der Staat neben dem klassischen Barbecue für Chicken-Fried Steak oder Indigenous Food wie Frybread oder Maisgerichte bekannt. Weiterhin präsent ist außerdem die Rodeo-Kultur; insbesondere die College-Rodeo-Szene (Oklahoma State University) spielt eine größere gesellschaftliche Rolle.