Opernhaus Düsseldorf (1943)

Das Opernhaus Düsseldorf ist eine Spielstätte und der Verwaltungssitz der Deutschen Oper am Rhein. Unmittelbar an den Hofgarten grenzend, liegt es an der Heinrich-Heine-Allee 16a im Stadtteil Stadtmitte in Düsseldorf. Die Versammlungsstätte verfügt über eine 22,5 × 14,75 Meter große Bühne und bietet heute Platz für 1342 Personen.

Nach dem Vorbild der Semperoper wurde das Gebäude von 1873 bis 1875 in Formen der Neorenaissance als Stadttheater Düsseldorf errichtet. Nach starken Beschädigungen bei Luftangriffen im Jahr 1943 erfolgte noch während des Zweiten Weltkriegs ein provisorischer Wiederaufbau. Von 1954 bis 1956 ließ die Stadt Düsseldorf das Gebäude von Paul Bonatz, Julius Schulte-Frohlinde und Ernst Huhn in einer Stilkombination aus traditionellen Formen und Elementen der Nachkriegsmoderne grundlegend umbauen. Reste der historistischen Fassaden wurden dabei beseitigt. Während im Innern geschwungene Galerien und Treppen die Moderne der 1950er Jahre zeigen, deuten der symmetrisch gegliederte, massive kubische Baukörper mit vorspringendem Mittelrisalit sowie dessen bauplastisch-dekorativ ausgeführte Natursteinverkleidung den sich fortsetzenden Neuklassizismus und die Monumentalkunst der 1930er und 1940er Jahre an. Als Zeugnis der Theatergeschichte und einer Auseinandersetzung um Traditionen und neue Formen in der Phase des Wiederaufbaus, die vom Düsseldorfer Architektenstreit begleitet war, wurde das Gebäude 1994 unter Denkmalschutz gestellt.

  1. Jörg A. E. Heimeshoff: Denkmalgeschützte Häuser in Düsseldorf, mit Garten- und Bodendenkmälern. Nobel, Essen 2001, S. 110.
  2. Vera Lisakowski: Denkmal! Schutz?, kulturwest.de, 1. April 2019, abgerufen am 30. Juli 2024