Palästinareise Kaiser Wilhelms II.
Vom 25. Oktober bis 4. November 1898 unternahm der Deutsche Kaiser Wilhelm II. seine Palästinareise, an deren Höhepunkt er die deutsche Erlöserkirche in Jerusalem einweihte. Die Palästinareise war Teil des zweiten Staatsbesuchs Wilhelms II. im Osmanischen Reich (1889 erste Staatsvisite, dritte 1917), der am 14. Oktober in der Hauptstadt, Istanbul, begann und am 12. November 1898 mit Abreise aus Beirut endete.
Im Rahmen seines Reiseabschnitts in der damals osmanischen Levante besuchte Wilhelm II. außer oben genannte auch die Orte Haifa (osmanisches Vilâyet Beirut), Sarona, Jaffa, Mikwe Israel, Jerusalem, Bethlehem (alle osmanisches Mutesarriflik Jerusalem), Baalbek und Damaskus (beide osmanisches Vilâyet Syrien). Der Kaiser stützte die Macht von Sultan Abdülhamid II. im labilen Osmanischen Reich seit der Balkankrise, bemühte sich um eine politische Stärkung des Christentums, vor allem der evangelischen Kirche, und ermutigte die deutschen christlichen und jüdischen Siedler, ohne sich politisch für sie einsetzen zu wollen.