Palästinensische Kufiya


Die palästinensische Kufiya (arabisch كوفية, DMG kūfiyya), im deutschen Sprachraum auch bekannt als „Palästinensertuch“, ist eine Kufiya mit einem charakteristischen schwarz-weißen Muster.

In der Region Palästina war die Kufiya traditionell die Kopfbedeckung von Beduinen und wahrscheinlich von Bauern. Seit den 1930er-Jahren wurde sie in Palästina mehrfach und auf unterschiedliche Weise politisch aufgeladen. Nachdem sich ab den 1950er-Jahren die schwarz-weiße Kufiya als die genuin palästinensische Kufiya etabliert hatte, wurde sie zunehmend auch in andere Regionen exportiert und dort wieder unterschiedlich ausgedeutet. In jüngerer Zeit überlagern sich insbesondere zwei gegensätzliche Deutungen: einerseits als Symbol politischen Widerstands im Allgemeinen und im Besonderen der „palästinensischen Sache“, andererseits als Zeichen für Antisemitismus oder Sympathie mit terroristischen Organisationen.

In mehreren Ländern des globalen Nordens wird das Tragen der palästinensischen Kufiya teils skandalisiert und repressiv behandelt. Andere Stimmen wiederum kritisieren dies als Ausdruck rassistischer Doppelmoral oder antipalästinensischer Ressentimens.