Pfalz-Sulzbach


Territorium im Heiligen Römischen Reich
Pfalz-Sulzbach
Wappen
Karte
Fürstentum Sulzbach, Kartenausschnitt ~60x90 km
Alternativnamen Herzogtum Pfalz-Sulzbach
Entstanden aus Pfalz-Neuburg
Herrschaftsform Grafschaft
Herrscher/
Regierung
Graf
Heutige Region/en DE-BY
Reichskreis bayerisch
Hauptstädte/
Residenzen
Sulzbach
Dynastien 1305–1808 Pfälzische Wittelsbacher
Konfession/
Religionen
Herrscher: römisch-katholisch, zwischenzeitlich lutherisch

Bevölkerung überwiegend evangelisch-lutherisch (im westlichen Stammgebiet)

Sprache/n Deutsch
Aufgegangen in Königreich Bayern

Die Pfalzgrafschaft Pfalz-Sulzbach, auch als Herzogtum Pfalz-Sulzbach bekannt, war ein selbständiges, reichsunmittelbares Fürstentum des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, das durch den Neuburger Hauptvergleich von 1656 aus dem wittelsbachischen Herzogtum Pfalz-Neuburg hervorgegangen war. Es hatte jedoch nie einen Sitz im Fürstenkolleg des Reichstages, da es sich formal nur um eine Nebenlinie der Wittelsbacher handelte, die nie offiziell damit belehnt wurde. Allerdings erhielt der „Kurfürst von der Pfalz“, als Herzog in Baiern, kurz der Kurfürst von Bayern, Maximilian I. Joseph, im Reichsdeputationshauptschluss 1803 für Sulzbach eine eigene Virilstimme im Reichstag.

Das Herzogtum umfasste die Residenzstadt Sulzbach mit dem zugehörigen Landgericht sowie die Herrschaft Breitenstein, das Amt Pleystein (seit 1764), die neuburgische Hälfte am Gemeinschaftsamt Parkstein-Weiden (seit 1714) und das Pflegamt Floß mit dem Gericht Vohenstrauß. Die Gesamtfläche betrug etwa 1500 km².