Phénix (U-Boot)

Phénix
Die Phénix in Toulon im November 1938, kurz vor der Verlegung nach Französisch-Indochina.
Schiffsdaten
Flagge Frankreich Frankreich
Schiffstyp U-Boot
Klasse Redoutable-Klasse
Bauwerft Chantiers Dubigeon, Nantes
Baunummer 111
Kiellegung 5. November 1928
Stapellauf 12. April 1930
Indienststellung 21. Oktober 1932
Verbleib am 15. Juni 1939 infolge von Unfall gesunken
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 92,30 m (Lüa)
Breite 8,20 m
Tiefgang (max.) 4,70 m
Verdrängung über Wasser: 1.570 ts
unter Wasser: 2.084 ts
 
Besatzung 71 Mann (1939)
Maschinenanlage
Maschine über Wasser:
2 × 8-Zyl.-Sulzer-Dieselmotoren
unter Wasser:
2 × GEC Alsthom-Elektromotoren
Maschinen­leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat über Wasser:
6000 PS
unter Wasser:
2000 PS
Propeller 2
Einsatzdaten U-Boot
Aktionsradius 10.000 sm
Tauchzeit 45–50 Sekunden
Tauchtiefe, max. 80 m
Höchst-
geschwindigkeit
getaucht
10,2 kn (19 km/h)
Höchst-
geschwindigkeit
aufgetaucht
17,5 kn (32 km/h)
Bewaffnung

Die Phénix (Kennung: Q 157) war ein dieselelektrisches Hochsee-U-Boot der französischen Marine aus den frühen 1930er Jahren. Das 1928 in Nantes auf Kiel gelegte U-Boot gehörte dem ersten Baulos des sogenannten 1500-Tonnen-Typs, der Redoutable-Klasse, an. Die Phénix, benannt nach dem Fabelwesen Phönix, war das bislang einzige U-Boot der französischen Marine, das diesen Namen erhielt. Das U-Boot wurde im Oktober 1932 in Dienst gestellt, kam jedoch nicht im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz, da es bereits im Sommer 1939 vor der Küste Französisch-Indochinas infolge eines Unfalles mit der gesamten Besatzung verloren ging.

  1. Bagnasco, Erminio: Uboote im Zweiten Weltkrieg. Technik – Klassen – Typen. Eine umfassende Enzyklopädie. Motorbuch, Stuttgart 1994, S. 46.
  1. Im Jahr 1940 gab es Pläne seitens der französischen Marine, eine aus insgesamt 13 Einheiten bestehende neue U-Boot-Klasse unter der Bezeichnung Phénix-Klasse in Auftrag zu geben. Das Typschiff dieser Klasse hätte das U-Boot Phénix mit der Kennung Q 227 werden sollen. Mit der Auftragsvergabe wäre um 1942 zu rechnen gewesen. Infolge der Kriegsereignisse und der Niederlage Frankreichs im Sommer 1940 wurde jedoch keines dieser Boote mehr in Bau gegeben und das Projekt wurde nicht realisiert.