Produktionstheorie
Als Produktionstheorie wird in der Betriebswirtschaftslehre und der Volkswirtschaftslehre eine Vielzahl von Theorien verstanden, die sich insbesondere mit Produktionsfunktionen, den Produktionsprozessen und Produktionsverfahren, der Aktivitätsanalyse oder der Theorie der Anpassungsformen nach Erich Gutenberg befassen.
Die betriebliche Funktion der Produktion ist die wichtigste aller Funktionen, denn ohne sie bedarf es in Unternehmen keiner Beschaffung, keiner Finanzierung oder Verwaltung und keines Vertriebs. Untersucht werden Produktionstechnik, Produktionsverfahren und Produktionsprozesse. Die einzelbetriebliche Produktion wird schließlich in der Volkswirtschaftslehre im Bruttoinlandsprodukt aggregiert.
Die Produktionstheorie analysiert die Zusammenhänge zwischen Faktoreinsatz (englisch Input) und Ausbringung (englisch Output) und legt die Grundlagen für die Kostentheorie. Grundlegend ist der Begriff der Produktionsfunktion. Ziel der Produktionstheorie ist die „effiziente Produktion“, bei der es bei gegebener Faktorausstattung und Technologie nicht möglich ist, von mindestens einem Gut mehr und von allen anderen Gütern mindestens genau so viel herzustellen (Pareto-Optimum).
- ↑ Dirk Piekenbrock, Gabler Kompakt-Lexikon Volkswirtschaftslehre, 2009, S. 359
- ↑ Dirk Piekenbrock, Gabler Kompakt-Lexikon Volkswirtschaftslehre, 2009, S. 90