Provinz Westfalen
| Flagge | Wappen |
|---|---|
| Lage in Preußen | |
| Bestehen | 1815–1946 |
| Provinzhauptstadt | Münster |
| Fläche | 20.214,8 km² (1939) |
| Einwohner | 5.209.401 (1939) |
| Bevölkerungsdichte | 258 Ew./km² |
| Verwaltung | 3 Regierungsbezirke |
| Kfz-Kennzeichen | I X |
| Hymne | Westfalenlied |
| Entstanden aus | Grafschaft Limburg Fürstentum Minden Grafschaft Mark Erbfürstentum Münster Fürstentum Paderborn Grafschaft Ravensberg Sayn-Wittgenstein Grafschaft Tecklenburg Herzogtum Westfalen |
| Aufgegangen in | Nordrhein-Westfalen |
| Heute Teil von | Nordrhein-Westfalen |
| Karte | |
Die Provinz Westfalen war von 1815 bis 1918 eine Provinz des Königreichs Preußen und von 1918 bis 1946 eine Provinz des Freistaats Preußen.
Der Staat Preußen wurde nach dem Wiener Kongress durch die Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzialbehörden vom 30. April 1815 in zehn Provinzen eingeteilt, eine davon war Westfalen. Provinzialhauptstadt war Münster. In der neuen Provinz waren zahlreiche ehemals eigenständige Territorien mit unterschiedlichen Traditionen und Konfessionen vereinigt. Zwar entwickelte sich, von der Provinzialverwaltung gefördert, allmählich eine Art gemeinsames „Westfalenbewusstsein“. Dennoch blieben die inneren Unterschiede groß. Dies gilt sozial- und wirtschaftsgeschichtlich für die verschiedenen Lebenswelten im industrialisierten, städtischen Westfalen und dem landwirtschaftlichen, dörflichen Westfalen. Daneben blieben die Konfessionsgrenzen von erheblicher Bedeutung. Unterschiede wie diese schlugen sich unter anderem in einer sehr differenzierten politischen Kultur nieder.
- 1 2 Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich 1939/40 (Digitalisat).
- ↑ Wilhelm Grabe: „Mit der sorgfältigsten Schonung der bestehenden Verhältnisse“ – Die Einrichtung der Kreise in Rheinland-Westfalen 1816. In: Claudia Maria Arndt, Wilhelm Grabe, Stephen Schröder (Red.): Von der preußischen Obrigkeit zur bürgerlichen Selbstverwaltung. Herausgegeben vom Landkreistag Nordrhein-Westfalen. Düsseldorf 2016, S. 13–23, hier S. 17.