SERO
| VEK Sekundärrohstofferfassung Berlin SERO | |
|---|---|
| Rechtsform | Volkseigenes Kombinat |
| Gründung | 1950er offizielle Namensgebung: 1981 |
| Auflösung | August 1990 |
| Auflösungsgrund | Privatisierung |
| Sitz | Berlin, Deutsche Demokratische Republik |
| Mitarbeiterzahl | 11.100 (1988) 10.152 (1990) |
| Branche | Materialwirtschaft |
Das VEK Sekundär-Rohstofferfassung, kurz SERO, war ein Unternehmen in der DDR, das Sekundärrohstoff-Annahmestellen und deren Weiterverteilung betrieb. Hier wurden Sekundärrohstoffe (wiederverwertbare Wertstoffe, umgangssprachlich Altstoffe) aufgekauft und einer weiteren Verwendung zugeführt. Im Vergleich zum Erfassungssystem für wiederverwertbare Wertstoffe in der alten Bundesrepublik erreichte das SERO-System einen wesentlich höheren Rückführungsgrad in den Wirtschaftskreislauf für diese Stoffe.
Im allgemeinen Sprachgebrauch war mit SERO meist das System der Aufkaufstellen gemeint, das in der DDR ein dichtes Netz bildete, um den Kunden weite Wege zu ersparen. Aufkäufer waren weitestgehend private Kleinunternehmer, die relativ gut daran verdienten. Die SERO-Annahmestellen arbeiteten unter einem einheitlichen SERO-Logo; das Maskottchen war der rosafarbene Elefant Emmy. Aufgekauft wurden unter anderem Flaschen, Gläser, Altpapier, Textilabfälle und Metall-Schrott. An den Sammlungen waren häufig ganze Familien, die Pionier- oder Jugendorganisation FDJ beteiligt. Als zusätzlichen Anreiz fanden Altstoffsammlungen zu Solidaritätsaktionen statt wie Solidarität mit Vietnam oder Hilfe für Moçambique. Die Erlöse gingen dann an das Solidaritätskomitee der DDR.
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- ↑ „Die Wirtschaft – Unabhängige Wochenzeitung für Wirtschaft, Handel und Finanzen“ (Hrsg.): Kombinate: Was aus ihnen geworden ist. Reportagen aus den neuen Ländern. Verlag Die Wirtschaft, München 1993, ISBN 3-349-01041-5, S. 377–381. (Anhang: Zentralgeleitete Kombinate der Industrie und des Bauwesens nach Ministerien, Stand 30. Juni 1990, basierend auf Zahlen des statistischen Betriebsregisters der DDR)