SS-Oberst-Gruppenführer

SS-Oberst-Gruppenführer (Oberstgruf), anfänglich SS-Oberstgruppenführer geschrieben, war im NS-Staat zwischen April 1942 und Mai 1945 der höchste Führerdienstgrad der Allgemeinen SS und der Waffen-SS. In der letzteren stellte dieser SS-Dienstgrad einen militärischen Generalsrang dar und ist vergleichbar mit dem heutigen General. Innerhalb der SS-Dienstgradstrukturen war der SS-Oberst-Gruppenführer unter dem Reichsführer SS angesiedelt und galt als zweithöchster Dienstgrad der Schutzstaffel.

Um Verwechslungen mit dem einen Rang niedrigerem SS-Obergruppenführer zu vermeiden, wurde im Juni 1942 die Bindestrich-Schreibweise eingeführt:

„Der Reichsführer SS hat angeordnet, daß der neue Dienstgrad des SS-Oberst-Gruppenführer – um Verwechslungen mit dem Dienstgrad des SS-Obergruppenführers zu vermeiden – wie folgt geschrieben wird: SS-Oberst-Gruppenführer.“

Quelle: Verordnungsblatt der Waffen-SS. 3. Jahrgang, Berlin 15. Juni 1942, Nr. 12, S. 46; nach Klietmann in Feldgrau. 13. Jahrgang Nr. 1, Berlin 1967

Dieser Dienstgrad wurde nur viermal verliehen. Wie bei allen NS-Organisationen mit SA-ähnlicher Struktur üblich, erfolgte die Ansprache ohne das jeweilige Präfix.