Sande (Adelsgeschlecht)
Die Familie von Sande war ein fränkisches Ministerialengeschlecht im Dienste der Würzburger Bischöfe mit Besitzungen auch in unmittelbarer Nähe von Würzburg. Es geht auf das Geschlecht der Iringer zurück, das erstmals im Jahre 800 im Kontext des Bistums Würzburg und des Stadtteils „Sande“ genannt wird. Als fränkisch-alemannische Reichsministeriale und Gaugrafen Kaiser Arnulf von Kärntens erscheint dieses im 09. Jahrhundert als Gaugrafen des Salzburggaus mit weiteren Ministerien und Gaugrafschaften auf dem Gebiet des heutigen Österreich, Bayerns und der Schweiz. Die erste Erwähnung eines „Iringers“ geht auf einen Mönch mit dem Namen Iring zurück, der im Jahre 741 eine Urkunde für das Kloster St. Gallen verfasste. Das "Iringlied", dessen historische Handlung im Jahre 531 spielte, bezieht sich auf einen Graf Iring aus dieser Familie.