Satz von Cantor
Der Satz von Cantor ist ein fundamentaler Lehrsatz der Mengenlehre. Er besagt, dass jede beliebige Menge weniger mächtig als ihre Potenzmenge , also von geringerer Mächtigkeit ist als die Menge all ihrer Teilmengen und dass damit stets die Ungleichung gilt.
Der Satz stammt vom Mathematiker Georg Cantor und ist eine Verallgemeinerung von Cantors zweitem Diagonalargument. Er ist in allen Modellen gültig, die das Aussonderungsaxiom erfüllen.
- ↑ Heinz-Dieter Ebbinghaus zufolge war es dieser Beweis Cantors, der Bertrand Russell die Idee zu dessen Antinomie lieferte.
- ↑ Der Satz gilt für alle Mengen, insbesondere auch für die leere Menge, denn ist einelementig. Allgemein gilt für endliche Mengen, dass die Potenzmenge einer -elementigen Menge Elemente hat. Da stets , ist der Satz von Cantor für endliche Mengen klar, er gilt aber, wie sich zeigt, auch für unendliche Mengen.
- ↑ Heinz-Dieter Ebbinghaus: Einführung in die Mengenlehre. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, Berlin 2003, S. 125.