Scheich-Said-Aufstand

Der Scheich-Said-Aufstand (kurdisch Serhildana Şêx Seîdê Pîranî, türkisch Şeyh Said İsyanı) war ein Aufstand in Südostanatolien im Jahre 1925. Das Hauptziel der Anführer des Aufstandes, darunter Scheich Said und die kurdische Organisation Azadi, war die Gründung eines unabhängigen Kurdistans. Um eine breite Masse – hauptsächlich sunnitische zazaische Stammesgruppen – zu mobilisieren, wurde jedoch vor allem auf religiöse Agitation gegen die Abschaffung des Kalifats gesetzt.

Mit einer darauf folgenden umfassenden Gegenoffensive wurde die Rebellion schließlich zerschlagen.

  1. Klaus Kreiser, Christoph Neumann Kleine Geschichte der Türkei, 2009, S. 388
  2. 1 2 Maarten Martinus van Bruinessen: Agha, Shaikh and State: On the Social and Political Organization of Kurdistan. Hrsg.: Utrecht University. Utrecht 1978, ISBN 1-85649-019-X, S. 405.
  3. Robert W. Olson: The emergence of Kurdish nationalism and the Sheikh Said Rebellion, 1880-1925. Hrsg.: University of Texas Press. ISBN 978-0-292-77619-7, S. 153.
  4. Murat Varol: II. ULUSLARARASI ZAZA TARİHİ VE KÜLTÜRÜ SEMPOZYUMU (4-6 MAYIS 2012). In: Bingöl Universität. 6. Mai 2012, abgerufen am 5. Juni 2024 (türkisch).