Tatarki (Wilczęta)
| Tatarki | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | Polen | |
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Braniewo | |
| Gmina: | Wilczęta | |
| Geographische Lage: | 54° 8′ N, 19° 54′ O | |
| Einwohner: | ||
| Postleitzahl: | 14-405 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 55 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NBR | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | Gładysze/DW 509 ↔ Dobry | |
| Osiek−Kwitajny Wielkie → Tatarki | ||
| Eisenbahn: | kein Bahnanschluss | |
| Gmina | ||
| Gminatyp: | gmina wiejska | |
| Einwohner: | ||
Tatarki (deutsch Spitzen) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Wilczęta im Powiat Braniewski.
Tatarki liegt im Nordwesten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 18 Kilometer nordöstlich der Stadt Pasłęk bzw. 26 Kilometer südöstlich der heutigen Kreismetropole Braniewo.
Der Ort besteht in seinem Kern aus einem sehr großen Hof und einer – 650 Meter westlich gelegenen – ehemaligen Försterei. Im Jahre 1820 zählte das Vorwerk im Gutsbezirk Schlodien (polnisch Gładysze) 81 Einwohner, im Jahre 1885 waren es 174 und im Jahre 105 noch 127, bevor der Ort im Jahre 1928 – innerhalb des Amtsbezirks Schlodien im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland – in die Landgemeinde Schlodien umgegliedert wurde.
Als in Kriegsfolge 1945 das gesamte südliche Ostpreußen an Polen fiel. erhielt Spitzen die polnische Namensform „Tatarki“. Der Ort ist heute ein Teil der Gmina Wilczęta im Powiat Braniewski, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Spitzen war bis 1945 in die evangelische Kirche Döbern (polnisch Dobry) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union sowie in die römisch-katholische Kirche Wusen (polnisch Osetnik) eingepfarrt. Heute gehört der Ort evangelischerseits zur Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen bzw. katholischerseits zur Pfarrei in Chwalęcin.
Tatarki liegt an einer Nebenstraße, die bei Gładysze von der Woiwodschaftsstraße 509 abzweigt und nach Dobry führt. Außerdem endet in Tatarki eine von Osiek über Kwitajny Wielkie kommende Straße.
In den Jahren 1925 bis 1945 war Döbern (polnisch Dobry) die nächste Bahnstation. Sie lag an der Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo.
- ↑ Polska w Liczbach: Osada Tatarki w liczbach (polnisch)
- ↑ Dietrich Lange: Spitzen, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)
- 1 2 GenWiki: Vorwerk Spitzen
- ↑ Rolf Jehke: Amtsbezirk Schlodien
- ↑ Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostprueßens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 470