Thiocarbonylverbindungen
Thiocarbonylverbindungen sind Carbonylverbindungen, in denen das Sauerstoffatom einer Carbonylgruppe durch ein Schwefelatom ersetzt wurde. Thioaldehyde sind die Schwefelanaloga von Aldehyden und Thioketone die Schwefelanaloga von Ketonen. Thionamide sind die Schwefelanaloga von Amiden und enthalten ebenso eine Thiocarbonylgruppe, wie Organyl-Isothiocyanate (Organyl-Senföle), die Schwefelanaloga von Organyl-Isocyanaten.
- ↑ Alexander Schönberg, Annemarie Wagner: Methoden zur Herstellung und Umwandlung von Thioaldehyden und Thioketonen. In: Eugen Müller (Hrsg.): Methoden der Organischen Chemie. unter Mitwirkung von Otto Bayer, Hans Meerwein und Karl Ziegler. Band IX: Schwefel-, Selen-, Tellur-Verbindungen. Thieme-Verlag, Stuttgart 1955, DNB 457585633, S. 695–740.
- ↑ Otto-Albrecht Neumüller (Hrsg.): Römpps Chemie-Lexikon. Band 1: A–Cl. 8. neubearbeitete und erweiterte Auflage. Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1979, ISBN 3-440-04511-0, S. 141.