Unimog 406

Mercedes-Benz

Unimog 406.121 (1976)

Unimog 406
Hersteller Daimler-Benz AG
Verkaufsbezeichnung U 65
U 70
U 80
U 84 (U 900)
Produktionszeitraum 1963–1989
Motoren OM 312
(Diesel 48 kW)
OM 352
(Diesel 48–62 kW)
Nachfolgemodell Unimog 417

Der Unimog 406 ist eine mittelschwere Unimog-Baureihe von Mercedes-Benz. Die Daimler-Benz AG baute zwischen 1963 und 1989 im Mercedes-Benz-Werk Gaggenau insgesamt 37.069 Stück. Er war der erste Vertreter der mittelschweren Unimog-Baureihen.

Im Vergleich zu den Baureihen Unimog 401 bzw. Unimog 411 haben die Fahrzeuge einen auf 2380 mm verlängerten Radstand sowie mehr als die doppelte Motorleistung. Anders als im ursprünglichen Unimog wurde kein Pkw-, sondern ein großvolumiger Nutzfahrzeugmotor eingebaut. Als erster Vertreter der mittelschweren Unimog-Modellfamilie hatte er ein völlig neues Erscheinungsbild. Spätere Unimog-Baureihen basieren teilweise technisch und optisch auf dem 406. Insgesamt gab es elf verschiedene Baumuster des 406, die in vier verschiedenen Modellvarianten (U 65 bis U 84) angeboten und mit zwei- oder viertüriger Kabine sowie als Cabrio geliefert werden konnten. Darüber hinaus gab es den 406 für Fremdhersteller als Triebkopf eine Variante, bei der nur ein „halber“ Unimog geliefert wird, dem das Heck fehlt.

Während seiner langen Produktionsphase wurde der Unimog 406 mehrmals technisch überarbeitet. Die erste Überarbeitung gab es bereits 1964, als der Vorkammer-Dieselmotor OM 312 durch den Direkteinspritzer OM 352 ersetzt wurde. Ab 1973 hatte der 406 Scheibenbremsen. Für viele Unimog-Liebhaber ist der 406 mit seinem Einsatzgebiet in Land- und Forstwirtschaft der klassische Unimog schlechthin. „Das Fahrzeug war ein Volltreffer und verkörperte die Bezeichnung Universal-Motor-Gerät von allen bisherigen Unimogs am besten.“

  1. 1 2
  2. 1 2
    1. S. 57
    2. S. 66