Via Regia
Die Via Regia (lat. für „Königliche Straße“ oder „Königlicher Weg“) oder Hohe Straße war im Mittelalter und der frühen Neuzeit ein Sammelbegriff für unterschiedliche Straßen, die unter dem Schutz eines Herrschers (Könige, Kaiser) standen. Der Begriff umfasste Handelswege und Militärstraßen im Heiligen Römischen Reich ebenso wie Pilgerwege. Dabei verbanden die zahlreichen unverbundenen und teilweise parallel verlaufenden Einzelwege die Regionen des westlichen Europas wie das Rheinland mit osteuropäischen Regionen wie Schlesien. Seit den 1990er Jahren wird die Bezeichnung zu Vermarktungszwecken entwickelt, seit 2005 ist die Via Regia als Kulturweg des Europarats anerkannt.