Volksrepublik Korea

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Die Volksrepublik Korea (VRK; kor. 조선인민공화국) war eine provisorische Übergangsregierung, die am 15. August 1945 im unmittelbaren Zusammenbruch der japanischen Kolonialherrschaft entstand. Am Morgen des Tages, noch vor der öffentlichen Kapitulationsansprache des japanischen Kaisers, übertrug die Kolonialverwaltung Aufgaben der Sicherheit und Verwaltung an koreanische Vertreter, insbesondere an das Komitee zur Vorbereitung der Unabhängigkeit Koreas (CPKI) sowie an sich spontan bildende lokale Volkskomitees. Diese übernahmen schrittweise die Aufrechterhaltung von Ordnung und Verwaltung.

Diese Strukturen bildeten die Grundlage der später am 12. September proklamierten Volksrepublik Korea. Die VRK verstand sich als vorläufige Nationalregierung, wurde jedoch nur in Teilen des Landes wirksam und blieb international nicht anerkannt. Im Süden verbot die US‑Militärregierung die Organisation am 12. Dezember 1945. Im Norden integrierten die sowjetischen Behörden die bestehenden Volkskomitees schrittweise in die Verwaltungsstrukturen, aus denen ab 1946 die Demokratische Volksrepublik Korea hervorging.