Zahnradbahn Stuttgart

Zahnradbahn Stuttgart
Kursbuchstrecke:keine
ex 2875 (1914)
ex 329 (1939)
ex 319 (1944)
ex 327g (1946)
Streckenlänge:2,23 km
Spurweite:1000 mm (Meterspur)
Stromsystem:750 (ursprünglich 600) Volt =
Maximale Neigung: Betriebsstrecke 200 ‰,
Linienweg 178 
Minimaler Radius:80 m
Zahnstangensystem:Riggenbach
Umstieg zur Stadtbahn
0,00 Marienplatz 266 m ü. NN
Filderstraße (ehemalige Bundesstraße 14)
(0,05) Stuttgart (bis 1936, heute Depot) 272 m
Liststraße
0,24
0,28 Liststraße 296 m
Pfaffenweg
Alte Weinsteige
0,68 Pfaffenweg 353 m
0,98 Wielandshöhe 392 m
Auf dem Haigst
1,29 Haigst 430 m
Kauzenhecke
Neue-Weinsteige-Linie und B 27
1,68 Nägelestraße (bergwärts) 473 m
Nägelestraße
1,76 Nägelestraße (talwärts) 473 m
Jahnstraße/Karl-Pfaff-Straße
1,94 Zahnradbahnhof 471 m
Heuglinweg
Epplestraße
2,23 Degerloch 470 m
Umstieg zur Stadtbahn

Die Zahnradbahn Stuttgart wurde am 23. August 1884 eröffnet und verbindet den Marienplatz in Stuttgart-Süd mit dem Albplatz in Degerloch, das heißt den Stuttgarter Talkessel mit der Filderebene. Sie ist meterspurig nach dem System Riggenbach gebaut und wird von der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) mit Triebwagen des Typs ZT 4.2 betrieben. Im Volksmund wird die Bahn Zacke oder Zacketse genannt, sie gilt als Stuttgarter Wahrzeichen.

Neben der Zugspitzbahn, der Wendelsteinbahn und der Drachenfelsbahn ist sie eine von nur noch vier Zahnradbahnen in Deutschland. Als einzige dient sie dabei nicht vorwiegend touristischen Zwecken, sondern dem regulären öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Die Stuttgarter Zahnradbahn ist deshalb seit 31. Mai 1959 auch in das Liniennummernsystem der SSB integriert, zunächst als Linie 30, seit der Einführung des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) am 1. Oktober 1978 als Linie 10. Rechtlich gesehen handelt es sich heute um eine Straßenbahn gemäß der Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung (BOStrab). Die beiden Endstationen Marienplatz und Degerloch bieten eine Umsteigemöglichkeit zur Stadtbahn.

Als Besonderheit besitzt die Stuttgarter Strecke eine tiefliegende Zahnstange auf Höhe der Schienenoberkante, da sie abschnittsweise direkt im Straßenplanum verläuft.

  1. Kursbuch 1914
  2. Kursbuch 1939
  3. Kursbuch 1944
  4. Heike Armbruster: Eine Hommage an die Zacketse, Artikel in der Stuttgarter Zeitung vom 12. Juni 2012, online auf stuttgarter-zeitung.de, abgerufen am 21. Januar 2019