12-Stunden-Rennen von Sebring 2023

Das 71. 12-Stunden-Rennen von Sebring, auch 71th Mobil 1 Twelve Hours of Sebring Presented by Advance Auto Parts, fand am 18. und 19. März 2023 auf dem Sebring International Raceway statt und war der zweite Wertungslauf der IMSA WeatherTech SportsCar Championship dieses Jahres.

Das Rennen

Eine Kollision der drei führenden Fahrzeuge 15 Minuten vor Rennschluss war der Höhepunkt eines spannenden 12-Stunden-Rennens. Vorher, nach einer Fahrzeit von 11 Stunden und 30 Minuten war die elfte von zwölf Safety-Car-Phasen zu Ende gegangen. Zu diesem Zeitpunkt führte Jack Aitken im Cadillac V-Series.R vor dem Porsche 963 von Mathieu Jaminet, dem Acura ARX-06 von Filipe Albuquerque und dem zweiten Penske-Porsche mit Felipe Nasr am Steuer. Dahinter fuhr Nick Yelloly im BMW M Hybrid V8. Nach der Rennfreigabe fiel Aitken an die vierte Stelle zurück und erstmals im Rennen lag ein Porsche in Führung. Im dichten Überrundungsverkehr versuchte Albuquerque in Turn 1 Jaminet links zu überholen. Jaminet fuhr ebenfalls nach links, da vor ihm zwei GT-Fahrzeuge nebeneinander fuhren. Dabei übersah er den Acura und es kam zu einer leichten Berührung der beiden Wagen mit unglücklichem Ausgang. Albuquerque geriet aufs Gras neben der Fahrbahn und prallte mit hohem Tempo in Turn 3 schräg in den Jaminet-Porsche. Zwischen GT-Wagen eingeklemmt konnte Nasr nicht mehr ausweichen und fuhr mit seinem Porsche über den Vorderwagen des Teamkollegen. Für alle drei Rennwagen war das Rennen zu Ende. Dazu die Fahrer nach dem Rennen. Filipe Albuquerque: „Ich habe es in Kurve 1 außen versucht, aber den Grip vorne verloren. Ich war überrascht, dass er nicht nach links gezogen ist und bin mit viel Risiko reingestochen. Er hat mich nicht gesehen und zum ersten Mal getroffen. Dadurch war ich mit zwei Rädern im Gras, konnte es aber noch kontrollieren und bremsen. Aber dann hat er mich ein zweites Mal getroffen und das war brutal. Da bin ich komplett im Gras gelandet und war nur noch Passagier. Ich stand auf der Bremse, schloss die Augen und wusste nicht, wen ich rammte. Dann wurde ich noch mal getroffen, das war ziemlich heftig. Aber die Autos sind sehr sicher gebaut.“[1] Mathieu Jaminet erklärte nach dem Rennen: „Ich wusste nicht, dass er da war. Als ich gemerkt habe, dass er da ist, habe ich versucht, nach rechts auszuweichen. Aber er war schon im Gras und ich habe die Kontrolle verloren. Das ist sehr schade und es tut mir leid für die #10. Ich habe mich sofort bei Filipe entschuldigt, als ich aus dem Auto gestiegen bin, und er hat sich auch dafür entschuldigt, dass er es im Gras versucht hat.“[2] Sowohl für die Fahrer als auch für die Rennleitung war die Kollision ein bedauerlicher Rennunfall, sodass gegenseitige Beschuldigungen und Strafen ausblieben.

Fünf Minuten vor dem Ablauf der 12-Stunden-Distanz wurde das Rennen noch einmal freigegeben und Jack Aitken fuhr sicher zum Gesamtsieg, dahinter Nick Yelloly, der für BMW die erste Podiumsplatzierung der LMDh-Ära einfuhr. An der dritten Stelle platzierte sich der beste LMP2-Wagen, mit John Farano, Scott McLaughlin und Kyffin Simpson am Steuer eines Oreca 07.

Während es für den Debütanten Jack Aitken und dessen Teamkollegen Alexander Sims der erste Sebring-Gesamtsieg war, gewann Luís Felipe Derani nach 2016, 2018 und 2019 das Rennen bereits zum vierten Mal.

Ergebnisse

Schlussklassement

Pos. Klasse Nr. Team Fahrer Fahrzeug Runden
1 GTP 31 Vereinigte Staaten Whelen Engineering Racing Vereinigtes Konigreich Jack Aitken
Brasilien Luís Felipe Derani
Vereinigtes Konigreich Alexander Sims
Cadillac V-Series.R 322
2 GTP 25 Vereinigte Staaten BMW M Team RLL Vereinigte Staaten Connor De Phillippi
Sudafrika Sheldon van der Linde
Vereinigtes Konigreich Nick Yelloly
BMW M Hybrid V8 322
3 LMP2 8 Vereinigte Staaten Tower Motorsports Kanada John Farano
Neuseeland Scott McLaughlin
Barbados Kyffin Simpson
Oreca 07 318
4 LMP2 11 Frankreich TDS Racing Vereinigte Staaten Scott Huffaker
Danemark Mikkel Jensen
Vereinigte Staaten Steven Thomas
Oreca 07 318
5 LMP2 18 Vereinigte Staaten Era Motorsport Vereinigtes Konigreich Ryan Dalziel
Vereinigte Staaten Dwight Merriman
Danemark Christian Rasmussen
Oreca 07 318
6 LMP2 52 Vereinigte Staaten PR1 Mathiasen Motorsports Frankreich Paul-Loup Chatin
Vereinigte Staaten Ben Keating
Vereinigtes Konigreich Alex Quinn
Oreca 07 318
7 LMP2 04 Vereinigte Staaten CrowdStrike Racing by APR Vereinigtes Konigreich Ben Hanley
Vereinigte Staaten George Kurtz
Vereinigte Staaten Nolan Siegel
Oreca 07 318
8 LMP2 20 Danemark High Class Racing Danemark Dennis Andersen
Danemark Anders Fjordbach
Vereinigte Arabische Emirate Ed Jones
Oreca 07 317
9 LMP3 74 Vereinigte Staaten Riley Motorsports Australien Josh Burdon
Brasilien Felipe Fraga
Vereinigte Staaten Gar Robinson
Ligier JS P320 309
10 LMP3 13 Kanada AWA Vereinigtes Konigreich Matthew Bell
Kanada Orey Fidani
Deutschland Lars Kern
Duqueine M30 - D08 308
11 LMP3 85 Vereinigte Staaten JDC-Miller MotorSports Vereinigtes Konigreich Till Bechtolsheimer
Vereinigte Staaten Dan Goldberg
Niederlande Tijmen van der Helm
Duqueine M30 - D08 308
12 LMP3 17 Kanada AWA Vereinigtes Konigreich Wayne Boyd
Kanada Anthony Mantella
Argentinien Nicolás Varrone
Duqueine M30 - D08 307
13 LMP3 4 Vereinigte Staaten Ave Motorsports Vereinigte Staaten Trenton Estep
Estland Tõnis Kasemets
Vereinigte Staaten Seth Lucas
Ligier JS P320 306
14 GTD-Pro 9 Kanada Pfaff Motorsports Osterreich Klaus Bachler
Frankreich Patrick Pilet
Belgien Laurens Vanthoor
Porsche 911 GT3 R (992) 303
15 GTD-Pro 14 Vereinigte Staaten Vasser Sullivan Racing Vereinigtes Konigreich Ben Barnicoat
Vereinigtes Konigreich Jack Hawksworth
Vereinigte Staaten Kyle Kirkwood
Lexus RC F GT3 303
16 GTD-Pro 79 Vereinigte Staaten WeatherTech Racing Deutschland Maro Engel
Andorra Jules Gounon
Spanien Daniel Juncadella
Mercedes-AMG GT3 Evo 303
17 GTD-Pro 63 Italien Iron Lynx Frankreich Romain Grosjean
Sudafrika Jordan Pepper
Frankreich Franck Perera
Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 303
18 GTD-Pro 3 Vereinigte Staaten Corvette Racing Spanien Antonio García
Vereinigte Staaten Tommy Milner
Vereinigte Staaten Jordan Taylor
Chevrolet Corvette C8.R GTD 303
19 GTD-Pro 62 Vereinigte Staaten Risi Competizione Brasilien Gabriel Casagrande
Italien Davide Rigon
Brasilien Daniel Serra
Ferrari 296 GT3 303
20 GTD-Pro 95 Vereinigte Staaten Turner Motorsport Vereinigte Staaten Bill Auberlen
Vereinigte Staaten Chandler Hull
Vereinigte Staaten John Edwards
BMW M4 GT3 302
21 GTP 60 Vereinigte Staaten Meyer Shank Racing with Curb-Agajanian Vereinigtes Konigreich Tom Blomqvist
Vereinigte Staaten Colin Braun
Brasilien Hélio Castroneves
Acura ARX-06 301
22 GTD 1 Vereinigte Staaten Paul Miller Racing Vereinigte Staaten Corey Lewis
Vereinigte Staaten Bryan Sellers
Vereinigte Staaten Madison Snow
BMW M4 GT3 301
23 GTD 96 Vereinigte Staaten Turner Motorsport Vereinigte Staaten Michael Dinan
Vereinigte Staaten Robby Foley
Vereinigte Staaten Patrick Gallagher
BMW M4 GT3 301
24 GTD 92 Vereinigte Staaten Kelly-Moss with Riley Frankreich Julien Andlauer
Vereinigte Staaten David Brule
Vereinigte Staaten Alec Udell
Porsche 911 GT3 R (992) 301
25 GTD 70 Vereinigtes Konigreich Inception Racing Vereinigte Staaten Brendan Iribe
Vereinigtes Konigreich Ollie Millroy
Danemark Frederik Schandorff
McLaren 720S GT3 Evo 301
26 GTD 12 Vereinigte Staaten Vasser Sullivan Racing Vereinigte Staaten Frankie Montecalvo
Vereinigte Staaten Aaron Telitz
Kanada Parker Thompson
Lexus RC F GT3 301
27 GTD 16 Vereinigte Staaten Wright Motorsports Vereinigte Staaten Ryan Hardwick
Belgien Jan Heylen
Kanada Zacharie Robichon
Porsche 911 GT3 R (992) 301
28 GTD 91 Vereinigte Staaten Kelly-Moss with Riley Australien Jaxon Evans
Vereinigte Staaten Alan Metni
Niederlande Kay van Berlo
Porsche 911 GT3 R (992) 301
29 GTD 77 Vereinigte Staaten Wright Motorsports Vereinigte Staaten Alan Brynjolfsson
Vereinigte Staaten Trent Hindman
Vereinigte Staaten Maxwell Root
Porsche 911 GT3 R (992) 301
30 GTD 44 Vereinigte Staaten Magnus Racing Vereinigte Staaten Andy Lally
Vereinigte Staaten John Potter
Vereinigte Staaten Spencer Pumpelly
Aston Martin Vantage AMR GT3 301
31 GTD 32 Vereinigte Staaten Team Korthoff Motorsports Kanada Mikaël Grenier
Vereinigte Staaten Kenton Koch
Vereinigte Staaten Mike Skeen
Mercedes-AMG GT3 Evo 301
32 GTD 83 Italien Iron Dames Belgien Sarah Bovy
Schweiz Rahel Frey
Danemark Michelle Gatting
Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 300
33 GTD 66 Vereinigte Staaten Gradient Racing Vereinigtes Konigreich Katherine Legge
Vereinigte Staaten Marc Miller
Vereinigte Staaten Sheena Monk
Acura NSX GT3 Evo22 298
34 GTD-Pro 23 Vereinigte Staaten Heart of Racing Team Vereinigtes Konigreich Ross Gunn
Vereinigtes Konigreich David Pittard
Spanien Alex Riberas
Aston Martin Vantage AMR GT3 297
35 GTD 21 Italien AF Corse Italien Francesco Castellacci
Italien Simon Mann
Spanien Miguel Molina
Ferrari 296 GT3 294
36 LMP3 38 Vereinigte Staaten Performance Tech Motorsports Vereinigte Staaten Christopher Allen
Vereinigte Staaten Robert Mau
Vereinigte Staaten Tristan Nunez
Ligier JS P320 93
37 GTD 47 Italien Cetilar Racing Italien Antonio Fuoco
Italien Roberto Lacorte
Italien Giorgio Sernagiotto
Ferrari 296 GT3 290
38 GTD 80 Vereinigte Staaten AO Racing Team Vereinigte Staaten P. J. Hyett
Vereinigte Staaten Gunnar Jeannette
Vereinigtes Konigreich Sebastian Priaulx
Porsche 911 GT3 R (992) 285
39 LMP3 33 Vereinigte Staaten Sean Creech Motorsports Portugal João Barbosa
Chile Nico Pino
Vereinigte Staaten Lance Willsey
Ligier JS P320 283
Ausgefallen
40 GTP 6 Deutschland Porsche Penske Motorsport Vereinigte Staaten Dane Cameron
Frankreich Mathieu Jaminet
Vereinigtes Konigreich Nick Tandy
Porsche 963 315
41 GTP 10 Vereinigte Staaten Wayne Taylor Racing with Andretti Autosport Portugal Filipe Albuquerque
Schweiz Louis Delétraz
Vereinigte Staaten Ricky Taylor
Acura ARX-06 315
42 GTP 7 Deutschland Porsche Penske Motorsport Australien Matt Campbell
Danemark Michael Christensen
Brasilien Felipe Nasr
Porsche 963 315
43 LMP2 51 Vereinigte Staaten Rick Ware Racing Kanada Devlin DeFrancesco
Brasilien Pietro Fittipaldi
Vereinigte Staaten Eric Lux
Oreca 07 289
44 GTD 27 Vereinigte Staaten Heart of Racing Team Kanada Roman De Angelis
Vereinigtes Konigreich Ian James
Danemark Marco Sørensen
Aston Martin Vantage AMR GT3 287
45 LMP3 30 Vereinigte Staaten Jr III Racing Vereinigte Staaten Ari Balogh
Vereinigte Staaten Dakota Dickerson
Kanada Garett Grist
Ligier JS P320 282
46 GTD 78 Vereinigte Staaten Forte Racing Powered by US RaceTronics Kanada Misha Goikhberg
Chile Benjamin Hites
Italien Loris Spinelli
Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 279
47 GTP 01 Vereinigte Staaten Cadillac Racing Frankreich Sébastien Bourdais
Neuseeland Scott Dixon
Niederlande Renger van der Zande
Cadillac V-Series.R 241
48 LMP3 36 Vereinigte Staaten Andretti Autosport Vereinigte Staaten Jarett Andretti
Kolumbien Gabby Chaves
Niederlande Glenn van Berlo
Ligier JS P320 230
49 GTD 57 Vereinigte Staaten Winward Racing Niederlande Indy Dontje
Vereinigtes Konigreich Philip Ellis
Vereinigte Staaten Russell Ward
Mercedes-AMG GT3 Evo 198
50 GTD 93 Vereinigte Staaten Racers Edge Motorsports with WTR Costa Rica Danny Formal
Vereinigte Staaten Ashton Harrison
Kanada Kyle Marcelli
Acura NSX GT3 Evo22 186
51 GTP 24 Vereinigte Staaten BMW M Team RLL Osterreich Philipp Eng
Brasilien Augusto Farfus
Deutschland Marco Wittmann
BMW M Hybrid V8 172
52 LMP2 35 Frankreich TDS Racing Frankreich François Hériau
Vereinigte Staaten Josh Pierson
Niederlande Giedo van der Garde
Oreca 07 132
53 GTD 023 Vereinigte Staaten Triarsi Competizione Italien Alessio Rovera
Vereinigte Staaten Charlie Scardina
Vereinigte Staaten Onofrio Triarsi
Ferrari 296 GT3 95

Nur in der Meldeliste

Zu diesem Rennen sind keine weiteren Meldungen bekannt.

Klassensieger

Klasse Fahrer Fahrer Fahrer Fahrzeug Platzierung im Gesamtklassement
GTP Vereinigtes Konigreich Jack Aitken Brasilien Luís Felipe Derani Vereinigtes Konigreich Alexander Sims Cadillac V-Series.R Gesamtsieg
LMP2 Kanada John Farano Neuseeland Scott McLaughlin Barbados Kyffin Simpson Oreca 07 Rang 3
LMP3 Australien Josh Burdon Brasilien Felipe Fraga Vereinigte Staaten Gar Robinson Ligier JS P320 Rang 9
GTD-Pro Osterreich Klaus Bachler Frankreich Patrick Pilet Belgien Laurens Vanthoor Porsche 911 GT3 R (992) Rang 14
GTD Vereinigte Staaten Corey Lewis Vereinigte Staaten Bryan Sellers Vereinigte Staaten Madison Snow BMW M4 GT3 Rang 22

Renndaten

  • Gemeldet: 53
  • Gestartet: 53
  • Gewertet: 39
  • Rennklassen: 5
  • Zuschauer: unbekannt
  • Wetter am Renntag: trocken und warm
  • Streckenlänge: 6,019 km
  • Fahrzeit des Siegerteams: 12:00:53,382 Stunden
  • Gesamtrunden des Siegerteams: 322
  • Gesamtdistanz des Siegerteams: 1938,118 km
  • Siegerschnitt: unbekannt
  • Pole Position: Luís Felipe Derani – Acura ARX-06 (#31) – 1:45,836
  • Schnellste Rennrunde: Renger van der Zande – Cadillac V-Series.R (#02) – 1:48,311 = 200,050 km/h
  • Rennserie: 2. Lauf zur IMSA WeatherTech SportsCar Championship 2023

Einzelnachweise

  1. Felipe Albuquerque zum Unfallhergang
  2. Die Sicht von Mathieu Jaminet
Vorgängerrennen
24-Stunden-Rennen von Daytona 2023
IMSA WeatherTech SportsCar Championship Nachfolgerennen
1:40-Stunden-Rennen von Long Beach 2023