RE:Magas 2
| Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft | |||
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| Sohn d. Berenike I., | |||
| Band XIV,1 (1928) S. 293–297 | |||
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| Register XIV,1 | Register m | ||
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2) [...] [294] [295] [296] [297] 293 Magas
nikel.-M. Nr. 2–Berenike II., Gemahlin des Euer-getes-M. Nr. 3. Vgl. noch Beloch Griech. Gesch. IV 22 S. 180.
2) Sohn der Berenike I. (s. o. Bd. III S. 282) und eines Makedonen Philippos (Paus. I 7, 1; vgl. Pint Pyrrh. 4). Strack Die Dynastie der Ptolemäer (Berl. 1897) 190 vermutet, er sei von Ptolemaios I. adoptiert worden, da seine Schwestern fürstliche Ehen eingingen. Sein Geburtsjahr ist nicht sicher festzustellen; denn ! wenn Strack vermutet, er müsse 808 mindestens 20 Jahre alt gewesen sein, so ist diese Vermutung an die Annahme geknüpft, er habe in diesem Jahre die Verwaltung Kyrenes übernommen. Und gerade der Zeitpunkt der Übernahme Kyrenes ist stark umstritten. Paus. I 6, 8 berichtet, daß M. Κυρήνης ἀποστάσης h« πέμπτῳ μετὰ τὴν ἀπόσταση Kyrene einnahm und dafür die Verwaltung Kyrenes erhielt (άξιωθεις ἐπιτροπεύει? Κυρηνην*. I 7, 1). Nun erfahren wir, ί daß Ptolemaios I. nach seiner Fahrt zum Peloponnes 308 v. Chr. sich ganz Libyens bemächtigt habe: Ὀφέλλα τοῦ Κυρηναίου δυνάστου πρὸς Ἀγαθσκλέους κατὰ Σικελίαν ἄναιρεθΙντος δολφ (Suid s. Ἀημήτριος). Da weiter Agatharchides (bei Athen. XII 550b. c; FGrHist 86 F 7 = FHG III 192) berichtet, M. sei Κυρήνης βασιλεύσαντα ἔτη πεντήκοντα gestorben, und Porphyrios (bei Euseb. I 237 Sch.) den Tod Demetrios’ des Schönen, der nach dem Tode des M. nach Kyrene ί berufen wurde, in das J. 259/8 setzt (o. Bd. IV S. 2794), so lag die Annahme nahe, daß M. von 308–258 Über Kyrene geherrscht habe, also nach der Unterwerfung Kyrenes durch Ptolemaios 308 eingesetzt worden sei. Die Tatsache, daß nach Paus. a. O. nicht Ptolemaios, sondern M. Kyrene erobert hat, wurde nicht schwer ins Gewicht fallen, wenn nur erwiesen wäre, daß Ophelias sich 313 selbständig gemacht hatte und deshalb die Worte Κυρήνης ἀποστάσης und ἔτει πέμπτῳ μετά· τὴν ἀπόστασιν auf ihn bezogen werden können. Wenn auch Pausanias als Historiker kein großes Vertrauen verdient, so ist jedoch Gercke (Rh. Mus. N. F. XLII [1887] 262ff.) zuzugeben, daß er an unserer Stelle I 6, 2ff. einen längeren, chronologisch geordneten historischen Exkurs eingeschoben hat und hier die Eroberung Kyrenes durch M. hinter den Tod des Antigonos, die Eroberung Syriens und von Kypros und die Rückführung des Pyrrhos stellt, also etwa um 300 v. Chr. Danach müßten wir also den Aufstand in Kyrene und seine Niederschlagung durch M. in die ersten Jahre des 3. Jhdts. setzen. Gegen die Annahme, daß Ophelias sich unabhängig gemacht habe, spricht außerdem die Tatsache, daß er sich schwerlich an dem Kriege gegen Karthago beteiligt hätte, wenn er den ägyptischen König als Feind in seinem Rücken wußte (vgl. Gercke), und dann auch die Tatsache, daß nach Diod. XIX 79 und Paus. I 6, 5 sich wohl 313/2 Kyrene gegen Ptolemaios erhob und von zwei ägyptischen Feldherren bezwungen werden mußte, daß aber der Aufstand von sehr kurzer Dauer war, Ophelias Name dabei nicht genannt wird und er danach wieder als Statthalter erscheint. Da Diodor die Diadochengeschichte sehr eingehend erzählt, hätte er eine Erhebung des Ophelias sicher berichtet. Die Bezeichnung δυνάστης bei Saidas [294] Magas 294
braucht nicht wörtlich genommen zu werden, und die Angabe: Ptolemaios Λιβύης πάσης ἐκράτησεν kann durch Aufstandsgelüste der Kyrenaier erklärt werden. Es können also die Worte des Paus. 1 6, 8 nicht auf Ophelias bezogen werden.
Auf die Zeit um 300 für die Eroberung Ky-renes durch M. führt nun auch aller Wahrscheinlichkeit nach das Zeugnis des Zeitgenossen Kal-limachos (bei Catull. 66). Aus diesem Gedicht Oauf die ,Locke der Berenike* geht klar hervor (vgl. Vahlen S.-Ber. Akad. Berl. 1888, 1861ff.), daß der Tod des Philadelphos 247, die Thronbesteigung des Euergetes, seine Vermählung mit Berenike und der Auszug in den syrischen Krieg (246 v. Chr.) unmittelbar aufeinander folgten. Wenn die Übernahme von Kyrene durch M. 308, sein Tod also 258 fiele, so würden von seinem Tode bis zur Vermählung seiner Tochter etwa 10 J. vergangen sein. Nun läßt der Bericht lu-!0 stins (XXVI 3, 3) Berenike beim Tode des Vaters bereits als heiratsfähig erscheinen (auch parva virgo Catulls spricht nicht dagegen) und die Her-beirufung des schönen Demetrios unmittelbar auf den Tod folgen ad nuptias virginis regnumque Cyrenarum (vgl. Gercke). Sollen wir nun annehmen, daß Berenike nach dem Tode des Demetrios 10–12 J gewartet habe, bis sie ihrem Bräutigam die Hand reichte, und daß Ptolemaios II. dem ruhig zugesehen haben soll? Darauf hatte 10 schon Niebuhr (Kl. histor. u. polit. Schr. I 236) hingewiesen und deshalb als erster den Tod Demetrios’ des Schönen auf 251 herabgerückt, zumal das Schweigen Diodors über die Wiedervereinigung Kyrents mit Ägypten nach Ophelias’ Tode 308 v. Chr. ebenfalls gegen 258 als Todesjahr des M. spreche. Die Gegengründe Vahlens (1382ff.), dem sich auch Wilcken (o. Bd. III S. 284) angeschlossen hat (vgl. auch Tarn An-tigonos Gonatas 449ff.) erscheinen mir nicht 40 durchschlagend; vor allem finde ich bei Catull.
66, 20–30 nichts, was die zehnjährige Panse zwischen dem Tode des Demetros und der Vermählung voraussetzte (Vahlen 1384). Beloch (188) hat im Gegenteil aus diesen Versen, meines Erachtens mit Recht, herausgelesen, daß die Ermordung und die Hochzeit in engstem Zusammenhang ständen und ein so langer Zwischenraum die beiden Ereignisse unmöglich trennen könne.
Schließlich ist noch darauf hinzuweisen, 50 daß Porphyrios (bei Euseb. chron. a. O.) gar nicht das Todesjahr Demetrios’ des Schönen, sondern Demetrios' II. von Makedonien gibt (vgl. Ed. Schwartz Abh. Gött. Ges. XL [1895] 87), da das Datum in der Königsliete steht und sein Sohn Philippos als sein Nachfolger bezeichnet wird. Ebenso wie nach dem Vorgang v. Gut-schmids, v, Wilamowitz (Antigonos v. Kary-stus 229) und Vahltn eine einfache Verwechslung beider Demetrios annehmen und so den Tod 60 Demetrios’ des Schönen 259/8 setzen, kann man jedenfalls auch eine Verschreibung der Jahreszahl, was auch sonst noch vorkommt, für möglich halten (vgl. Beloch 187) und den Zusatz cuius cognomenium Pülcher vocabatur auf das Konto irgend eines Abschreibers setzen.
Allerdings muß ein von Gercke angeführtes Zeugnis dafür, daß M. um 251 noch am Leben war, fallen gelassen werden: In der 13. Felsen- [295] 295 Magas
inschrift erzählt Acoka von Indien von den Beziehungen zu hellenistischen Herrschern, darunter auch zu M. von Kyrene. Schon Vahlen 1383 hatte eine Äußerung Oldenbergs angeführt, daß eine Sicherheit über den Zeitpunkt nicht zu erlangen sei, und die neuesten Geschichten Indiens (V. A. Smith The Early History of Ind.⁴, Oxf. 1924, 193 und The Cambridge History India I 1922, 502) zeigen, daß dieses indische Denkmal für die Chronologie des M. nicht benutzt werden kann: es wird von dem ersten Werk vor 256, von dem zweiten gleich nach 258 angesetzt. Es hat den Anschein, als ob die Erwähnung der westlichen Herrscher mehr zur Stützung der Chronologie des Açoka dient.
Zum Schluß sei noch auf die Ausführungen Belochs (III 21135) hingewiesen, daß eine Herabsetzung von M.s Tod um 10 Jahre auch die Beziehungen Ptolemaios’ I. zu M.s Mutter Berenike verständlicher erscheinen lasse.
Die Münzen sind nicht so genau zu datieren, daß sie zur Entscheidung herangezogen werden könnten; doch glaubt auch Svoronos Die Münzen der Ptolemäer IV Sp. 72ff. die Eroberung Kyrenes durch M. 301 oder 298 setzen zu müssen.
Aus allen diesen Gründen wird man die Regierungszeit des M. am besten von ca. 300–250 festsetzen. Nach dem Tode seines Stiefvaters Ptolemaios' I. machte sich M. selbständig und nahm den Münzen nach auch den Königstitel an (vgl. Agartharch.). Der Zeitpunkt des Abfalls ist nicht genau anzugeben. Die Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß er im Zusammenhang steht mit der Vermählung Ptolemaios' II. mit Arsinoë II. Diese Hochzeit fällt in die Zeit zwischen 278 und 274 (vgl. Wilcken o. Bd. II S. 1283. Mahaffy The Empire of the Ptolemies 138f. KoehlerS.· Ber. Akad. Berl. 1895, 971. Strack 193. Beloch 182). M. mag sich durch die Ränke der herrsch-süchtigen Frau in seiner Stellung bedroht gefühlt haben. Auf diese Zeit führt auch der Beginn des 1. Syrischen Krieges. Um einem Angriff seines Bruders zuvorzukommen, verabredete M. mit Antiochos I. einen kombinierten Angriff auf Ägypten und heiratete zur Bekräftigung der Freundschaft die Tochter Antiochos I. Apame (s. d.): Paus. I 7, 3. Euseb. I 249 Sch. Diese Ehe setzt Beloch (Gr. Gesch. IV 12, 585) aus beachtenswerten Gründen in die Zeit um 275, und der Ausbruch des 1. Syrischen Krieges fällt la das J. 274 (Wilcken o. Bd. I S. 2453f. Lehmann-Haupt Klio III 496ff. Beloch a. O. und IV 22, 497ff. Vgl. Koepp Rh. Mus. N. F. XXXIX. Doch vgl. jetztTarn Journ.hell. stud. XLVI155ff.). So mag M. sich um 276 v. Chr. von Ägypten Iosgesagt und 274 den Feldzug gegen den Bruder unternommen haben, indem er auf den gleichzeitigen Angriff seines Schwiegervaters rechnete. Vor dem Aufbruch aus Kyrene traf er Vorkehrungen gegen Erhebungegelüste (Polyaen. II 28, 1). Er drang über Paraitonion, das er einnahm, θχρὶ τὸν Χὶ καλούμενου vor, westlich von Taposiris (Sethe o. Bd.IH S. 2274): Polyaen. 1128, 2. Trotzdem sieb der Vormarsch Antiochos’ I. so verzögerte, daß Philadelphos angriffsweise gegen ihn vorgehen konnte, war es diesem nicht möglich, in offenem Felde dem M. entgegenzutreten: er warf Verschanzungen auf und erwartete hier den [296] Magas 296
Angriff. Bestimmend wird für dieses Verhalten wohl schon das unruhige Verhalten seiner keltischen Söldner gewesen sein. Denn als M. durch den Aufstand eines libyschen Volksstammes zurückgerufen wurde, konnte Philadelphos ihm nicht folgen, da eine Meuterei unter den Kelten ausbrach: Paus. I 7, 2–4. Dieses Ereignis wird auch von Kallinj. εἰς Δηλον 171ff. erwähnt, welches Gedicht v. Wilamowitz Hellenist. Dichtung 10II 71ff. 274–72 ansetzt. Vgl. dazu Bethe S.-Ber. Sächs. Akad. 78, 3. Nach dem Scholion z. St. hatte Antigonos Gonatas dem Ptolemaios II. diese Kelten geschickt, die ihm nach seiner Festsetzung in Makedonien (277 v. Chr.) sehr lästig wurden: vgl.Koepp a. O. BelochIV l² 585, 4. Von irgendwelchen weiteren Feindseligkeiten zwischen M. und Ptolemaios erfahren wir nichts; der Friede ist wohl um 272 v. Chr. geschlossen worden.
20 Nun berichtet Justin. XXVI 3, 2, daß M. ,ante infirmitatem* seine einzige Tochter Berenike mit dem Sohne seines Bruders Ptolemaios verlobt habe (desponderat) ,ad finienda cum Ptokmieo fratre certamina'. Da Berenike beim Tode ihres Vaters als parva virgo* bezeichnet wird, so kann die Verlobung nicht beim Friedensschluß vollzogen worden sein. Denn Berenike ist danach frühestens 265 v. Chr. geboren worden. Also ist unter .certa-mina¹ lediglich die Spannung zu verstehen, die
30 als Folge des Krieges zwischen beiden Höfen bestehen blieb. Erst gegen Ende seines Lebens hat dann M., vielleicht als die Spannung zeitweise stärker geworden war, seine Tochter dem ägyptischen Kronprinzen versprochen und damit dem Hofe von Alexandreia die kampflose Erwerbung Kyrenes in Aussicht gestellt. Dazu stimmt die Bemerkung Iustins ante infirmitatem. Können wir so die Verlobung nicht unter die Friedensbedingungen einreihen, so hat Beloch (IV 2², 40 502) wohl recht, wenn er aus der Tatsache, daß M. nur in Kupfer prägte, auf eine Unterordnung Kyrenes unter Ägypten schloß. Beloch hat auch darauf hingewiesen, daß dem Anschein nach das von M. eroberte Paraitonion bei Kyrene blieb. M. soll den dorthin verschlagenen Dichter Philemon, der ihn in einer Komödie angegriffen hatte (vgl. Susemihl Aleiand. Lit.-Gesch. I 259f.), haben festnehmen und nach einer symbolischen Bestrafung wieder haben laufen lassen (Plut. de 50cohib. ira 9; de virt. moral. 10).
Sonst ist über die Regierung des M. nichts überliefert. Aus der Tatsache, daß der Philosoph Theodoros der Atheist zu seinen vertrauten Ratgebern gehörte (Diog. Laert. Π1θ3), könnte man auf Verständnis für philosophische Fragen schließen. Gegen Ende seines Lebens gab sich M. wohl zu sehr den Freuden der Tafel hin und soll schließlich im Fett erstickt sein (Agatharch.).
Er war vermählt mit der Tochter Antiochos' 601. Apame (s. A p a m e Nr. 3). Da Iustin. XXVI 3, 3 seine Gemahlin Arsinoë nennt und auch in einer allerdings recht verworrenen Stelle Hygins astron. H 24 Berenikes Mutter Arsinoë genannt wird, hat Niebuhr (Kl. hist. Schr. I 229, 40) die Vermutung ausgesprochen, M. habe die verstoßene erste Gemahlin Ptolemaios' L, die Tochter des Lysimachos, geheiratet. Doch ist bei Iustin und Hygin wohl einfach Verschreibung anzu- [297] 297 Magase}}
nehmen: vgl. Droysen Hellen. 2 ni 1, 271. Beloch IV 2 ², 190. – Seine einzige Tochter war Berenike, die Gemahlin des Euergetes I. (s. Berenike Nr. 11 und oben).
Svoronos Die Münzen der Ptolemäer (Τὰ νομίσματα τοῦ Κράτους τῶν Πτολεμαίων IV, Athen 1908) Sp. 72ff. hat Münzen mit dem Monogramm d,es M. und teilweise mit dem Bilde seiner Mutter Berenike und der Aufschrift βασιλίσσης Βερενίκης festgestellt, die er der Zeit nach 301 zu weist. Nach dem Regierungsantritt des Philadelphos wurde zunächst Monogramm und Bild der Berenike unterdrückt; in die Zeit des Kriegszustandes mit Ägypten gehören Münzen, auf denen die Aufschrift βασιλεως Πτολεμαίου durch Auskratzen beseitigt und durch βασιλεως Μάγα ersetzt ist: Alle übrigen Münzen dieser Zeit sind kyrenäischen Ursprungs: die Kyrenaier haben die sonst üblichen Typen durch ihre eigenen überstempelt. Seit 271, in welches Jahr Svoronos den Frieden zwischen M. und Ptolemaios II. setzt, glichen die Münzen denen vor dem Kriege, nur haben sie ein Loch in der Mitte; auch die Serie Γ der Klasse Z 271–249 hält Svoronos für kyrenäisch.: a. O. Sp. 129ff. Vgl. noch Poole The Ptolemies (Catal. Gr. Coins Brit. Mus.) XXXVIIIff. 37ff. und Head HN 2 871.
Allgemeine Literatur: außer den angeführten Schriften Droysen Hellen. 2Π 2. III 1. Niese Gesch. d. maked. u. griech. Staaten II. Mahaffy The Empire of the Ptolemies 119 ff. 187ff. Thrige Res Cyrenensium (1828) 221ff.
8) Sohn Ptolemaios’ III. Euergetes und der Berenike, der Tochter von M. 2. Als Ptolemaios IV. Philopator nach dem Tode seines Vaters 222/21 die Regierung Ägyptens Übernommen hatte, ließ er zunächst seinen Bruder M. und seine Anhänger (τοὺς τούτῳ οὐνεργοῦντας) aus dem Wege räumen: Polyb. V 34, 1. 36, 1. XV 25, 2. Als Grund dazu gibt Plut. Cleom. 33 an. daß M. bei den Truppen großen Anhang hatte (ἰσχύοντα διὰ τῆς μητρὸς ἐν τῶ στρατιωτικφ). Bei dem Anschläge bediente sich der Günstling des Königs, Sosibios (s. d.), der Hilfe des spartanischen Königs Kleomenes III. (Polyb. a. O. Plut. a. O.). Nach einer Nachricht bei Plut. prov. Alei. lib. 113 (Crusius Tüb. Einladung zum Königsgeburtstag 1887, 10; vgl. Tüb. Doktorenverz. 1895, 49) ist M. im heißen Bade erstickt worden.
RE:Magase
Magase s. Mag as sa.
RE:Magasnei
Magasnei, Ort in Äthiopien, östlich vom Nil, in der Liste des Juba bei Plin. VI 179. Lage unbekannt.
RE:Magassa
Magassa (var. maggassu), Ort in Äthiopien, westlich vom Nil, bei Plin. VI 180 aus der Liste des Bion. Nach M ü Her zu Ptol. p. 769 im Wadi el Mahass (22° 40') zu suchen. Vgl. Viv. de St. Martin Le Nord de l’Afr. 187.
RE:Magdal Thawatha
Magdal Thawatha, syrisch magdal imätä (Raabe Petrus der Iberer 101; der Übersetzer des syrischen Textes spricht: Magdal Tutka) = ,Turm der Buße¹; = θαβαῦά (Sozom. hist. eccl. III 14) = Θαναθά (Cart. Mad. 113) = Tabatha (Hieronymus, vita s. Hilarionis, Migne XXIII cap. 3ü; Theodosius cap. 23; Antonius de Cremona, Itin. in ZDPV 1890); Dorf, 5 römische Meilen südlich von Gaza an einem ins Meer mündenden χείμαρρους gelegen, also am Wädi