Lösung
- Man nennt den
Quotientenkörper
zum
Polynomring
den rationalen Funktionenkörper über
.
- Eine
-
Algebra
über einem kommutativen Ring
heißt von endlichem Typ, wenn sie die Form
-
![{\displaystyle {}A=R[X_{1},\ldots ,X_{n}]/{\mathfrak {a}}\,}](../../_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/a4bb92876f7b64f611b678f4c018deedcf00538f.svg)
besitzt.
- Das Element heißt idempotent, wenn
gilt.
- Eine stetige Abbildung
-
heißt Morphismus, wenn für jede offene Teilmenge
und jede
algebraische Funktion
gilt, dass die zusammengesetzte Funktion
-
zu
gehört.
- Wenn
der Nullpunkt ist, was man durch eine lineare Variablentransformation erreichen kann, so sei
-

die homogene Zerlegung von
mit
und
,
. Dann heißt
die Multiplizität der Kurve im Punkt
.
- Unter dem projektiven Abschluss von
versteht man den Zariski-Abschluss von
in
.
Formuliere die folgenden Sätze.
- Der Satz über den Durchschnitt von endlichen Kurven.
- Der Satz über das Verhalten von maximalen Idealen unter Ringhomomorphismen.
- Der Satz über die algebraische Struktur eines Potenzreihenrings
.
Lösung
- Es sei
ein Körper und seien
zwei Polynome ohne gemeinsamen nichtkonstanten Faktor.
Dann gibt es nur endlich viele Punkte
mit
.
- Es sei
ein Körper und seien
und
zwei
-Algebren von endlichem Typ. Es sei
ein
-Algebrahomomorphismus. Dann ist für jedes maximale Ideal
aus
auch das Urbild
ein maximales Ideal.
- Es sei
ein Körper und
der Potenzreihenring in einer Variablen. Dann ist
ein diskreter Bewertungsring.
Berechne
-
in
.
Lösung
Es ist

Lösung
-
- Es ist

- Es geht um die gemeinsame Lösungsmenge der beiden Gleichungen
-

und
-

Wir ersetzen in der zweiten Gleichung
durch
und erhalten die Bedingung
-

Also ist
oder
.
Dies führt zu den drei Schnittpunkten
.
- Die Kreisgleichung
-

ist äquivalent zu
-

bzw. zu
-

Somit ist
-

Der untere Kreisbogen ist somit der Graph der Funktion
-
- Wir behaupten, dass die Parabel auf
oberhalb des unteren Kreisbogens verläuft. Es ist also
-

zu zeigen. Dies ist äquivalent zu
-

Da beide Terme im angegebenen Intervall positiv sind, ist dies äquivalent zu
-

Dies ist äquivalent zu
-

bzw. zu
-

was wegen
erfüllt ist.
Bestimme die Punkte der Neilschen Parabel
-
über dem Körper
.
Lösung
Wir arbeiten mit der bijektiven Abbildung
-
Die Bildpunkt unter dieser Abbildung sind
-
Lösung
Zeige, dass es eine rationale Parametrisierung der Hyperbel gibt, aber keine polynomiale Parametrisierung dafür. Erläutere dabei die verwendeten Begriffe.
Lösung
Eine rationale Parametrisierung einer ebenen Kurve
ist eine nichtkonstante, durch rationale Polynome auf einer offenen Teilmenge
der affinen Geraden
gegebene Abbildung
. Im Fall der Hyperbel
wird eine rationale Parametrisierung am einfachsten gegeben durch
-
die für
definiert ist.
Eine polynomiale Parametrisierung muss auf der ganzen affinen Gerade definiert sein, sie ist also durch zwei nichtkonstante Polynome
gegeben. Für eine solche Parametrisierung der Hyperbel muss es also Polynome
in einer Variablen mit
geben. Die einzigen Einheiten im Polynomring sind aber die Konstanten
.
Wir betrachten das
mechanische System,
das durch die
-Achse und den Kreis mit Radius
und Mittelpunkt
gegeben ist. Der Koppelungsabstand sei
.
a) Erstelle die Gleichungen, die dieses System beschreiben.
b) Bestimme, für welche
das System in jedem Punkt
regulär
ist.
c) Bestimme die kritischen Punkte in Abhängigkeit von
. Wie kann man diese Punkte als Eigenschaft des mechanischen Systems erklären?
Lösung
a) Es sei
der Kreispunkt und
der Punkt auf der
-Achse. Die Gleichungen sind somit
-

und
-

b) Die
Jacobi-Matrix
zu
-

und
-

ist
-
Wir müssen
(in Abhängigkeit von
)
untersuchen, für welche Punkte die durch diese Matrix gegebene lineare Abbildung
-
surjektiv ist, also den
Rang
besitzt. Der Rang ist nur dann nicht
, wenn alle Spalten linear abhängig sind, und dies ist genau dann der Fall, wenn alle
-
Minoren
gleich
sind. Dies ist genau in der Nullstellenmenge der drei Polynome
(der gemeinsame Faktor
ist schon rausgezogen)
-
-
-
der Fall. Wenn
-

ist, so muss
und
sein. Dies ist aber kein Punkt des Systems. Also muss
-

sein. Wenn
ist, so muss
sein, doch dies erfüllt nicht die erste Gleichung des Systems. Also ist
.
Dann ergeben die Gleichungen des Systems
und
.
Die erste Gleichung erzwingt
-

und somit muss
-

sein. Das bedeutet, dass genau bei
das System in jedem Punkt regulär ist.
c) Bei
-

ist aufgrund der Überlegungen im vorhergehenden Abschnitt
der einzige kritische Punkt, und dies ist überhaupt der einzige Punkt des Systems, was die Singularität erklärt.
Bei
-

ist aufgrund der Überlegungen im vorhergehenden Abschnitt
der einzige kritische Punkt des Systems. Es liegt ein Kreuzungspunkt vor, da sich in diesem Punkt die Stange in vier Richtungen bewegen kann, nämlich beide Koordinaten
ins Positive, beide ins Negative, oder gemischt.
Beweise den Hilbertschen Basissatz.
Lösung
Es sei
ein Ideal im Polynomring
. Zu
definieren wir ein Ideal
in
durch
-

Das Menge
besteht also aus allen Leitkoeffizienten von Polynomen vom Grad
aus
. Es handelt sich dabei offensichtlich um Ideale in
(wobei wir hier
als Leitkoeffizient zulassen).
Ferner ist
,
da man ja ein Polynom
vom Grad
mit Leitkoeffizient
mit der Variablen
multiplizieren kann, um ein Polynom vom Grad
zu erhalten, das wieder
als Leitkoeffizienten besitzt. Da
noethersch ist, muss diese aufsteigende Idealkette stationär werden; sei
derart, dass
ist.
Zu jedem
sei nun
ein endliches Erzeugendensystem, und es seien
-

zugehörige Polynome aus
(die es nach Definition der
geben muss).
Wir behaupten, dass
von allen
erzeugt wird. Dazu beweisen wir für jedes
durch Induktion über den Grad von
, dass es als Linearkombination mit diesen
darstellbar ist. Für
konstant, also
,
ist dies klar. Es sei nun der Grad von
gleich
und die Aussage sei für kleineren Grad bewiesen. Wir schreiben
-

Es ist
und damit kann man
als
-Linearkombination der
,
,
,
schreiben. Bei
kann man
sogar als
-Linearkombination der
,
,
schreiben, sagen wir
.
Dann ist
und hat einen kleineren Grad, sodass man darauf die Induktionsvoraussetzung anwenden kann. Bei
ist
-

Damit gehört
-
ebenfalls zu
und hat einen kleineren Grad, sodass man wieder die Induktionsvoraussetzung anwenden kann.
Lösung
Lösung
Zeige, dass man den Koordinatenring zum Standardkegel
über
als einen
Monoidring
realisieren kann.
Lösung erstellen
Es sei
ein glatter Punkt einer ebenen irreduziblen Kurve. Zeige, dass der zugehörige lokale Ring ein diskreter Bewertungsring ist.
Lösung
Zunächst ist
ein noetherscher
lokaler Ring,
der aufgrund von
Lemma 22.12 (Algebraische Kurven (Osnabrück 2025-2026))
ein Integritätsbereich ist. Daher sind die einzigen Primideale das Nullideal und das maximale Ideal
. Wir werden zeigen, dass das maximale Ideal ein Hauptideal ist.
Wir können annehmen, dass
der Nullpunkt ist, und schreiben
als
-

mit
.
Da
glatt ist, liegt eine solche Gestalt vor. Durch eine Variablentransformation können wir erreichen, dass
ist. Wir können in
die isoliert stehenden Potenzen von
(die Monome, wo kein
vorkommt)
zusammenfassen und bei den anderen
ausklammern. Dann lässt sich die Gleichung
als
-

schreiben, wobei
ist. Es ist
eine
Einheit
in
und erst recht im lokalen Ring
der Kurve im Nullpunkt. Daher gilt in
die Beziehung
-

Also wird das maximale Ideal im lokalen Ring
von
allein erzeugt, sodass nach
Satz 21.8 (Algebraische Kurven (Osnabrück 2025-2026))
ein diskreter Bewertungring vorliegt.
Bestimme für die
ebene algebraische Kurve
-
eine nicht-konstante Potenzreihenlösung
im Nullpunkt bis zur fünften Ordnung.
Lösung
Wir setzen an
(und
) und berechnen sukzessive die Koeffizienten durch Vergleich der Koeffizienten für
. Da die Lösung durch den Nullpunkt gehen soll, muss
sein.
-
-
-
-
-
Die Anfangsglieder der Potenzreihe sind also
-

Zeige, dass unter der
Kegelabbildung
-
die Beziehung
-

für jedes
homogene Ideal
gilt. Folgere daraus, dass
stetig in der Zariski-Topologie ist.
Lösung
Die Kegelabbildung schickt einen Punkt mit den Koordinaten
-
auf den projektiven Punkt mit den homogenen Koordinaten
-
Da für ein homogenes Ideal
die Beziehung
-

im projektiven Raum und entsprechend
-

im affinen Raum gilt, genügt es, die Aussage für ein homogenes Polynom
zu zeigen. Diese ergibt sich aus

Dies bedeutet, dass unter der Kegelabbildung Urbilder abgeschlossener Mengen wieder abgeschlossen sind, was die Stetigkeit besagt.
Es sei
ein Körper. Bestimme den globalen Schnittring
-
Was folgt daraus für einen Morphismus
?
Lösung erstellen