Lösung
- Man nennt die Menge
-

die Produktmenge der Mengen
und
.
- Die Abbildung
-
heißt die Hintereinanderschaltung der Abbildungen
und
.
- Eine reelle Zahl
heißt Häufungspunkt der Folge, wenn es für jedes
unendlich viele Folgenglieder
mit
gibt.
- Die
Abbildung
-
heißt
(komplexe)
Exponentialfunktion.
- Die Funktion
heißt Riemann-integrierbar, wenn die
Einschränkung
von
auf jedes
kompakte
Intervall
Riemann-integrierbar
ist.
- Man nennt die Gleichung
-
gewöhnliche Differentialgleichung zu
.
Formuliere die folgenden Sätze.
- Die allgemeine binomische Formel für
.
- Der
Identitätssatz für Potenzreihen.
- Die
Substitutionsregel
zur Integration von stetigen Funktionen.
Lösung
- Für
in einem Körper
gilt
-

- Es seien
und
Potenzreihen mit positiven Konvergenzradien und derart, dass es ein
gibt, dass die dadurch definierten Funktionen
-
übereinstimmen. Dann ist
für alle
.
- Es sei
ein reelles Intervall und sei
-
eine stetige Funktion. Es sei
-
stetig differenzierbar. Dann gilt
-

Berechne die Gaußklammer von
.
Lösung
Es ist
-
und
-
daher ist
-

also ist
-

Zeige mittels vollständiger Induktion für
die Formel
-

Lösung
Bei
besteht die Summe links aus dem einzigen Summanden
,
die Summe ist also
. Da
ungerade ist, steht rechts
,
der Induktionsanfang ist also gesichert.
Es sei die Aussage nun für
bewiesen, und es ist die Gültigkeit der Aussage für
zu zeigen. Die Summe links ist
-

Bei
gerade
(also
ungerade)
ist dies nach Induktionsvoraussetzung gleich
-

was mit der rechten Seite übereinstimmt. Bei
ungerade
(also
gerade)
ist die Summe nach Induktionsvoraussetzung gleich
-

was ebenfalls mit der rechten Seite übereinstimmt.
Lösung
Richtig sind (4), (5), (6), (7).
Berechne
-
bis auf einen Fehler von
.
Lösung
Wir behaupten die Abschätzungen
-

Um dies zu zeigen, weisen wir die Gültigkeit der Abschätzungen
-

nach. Diese gelten wegen

und

Beweise den Satz über die Stetigkeit der Umkehrfunktion zu einer streng wachsenden, stetigen Funktion
, zu einem Intervall
.
Lösung
Dass das Bild wieder ein Intervall ist folgt aus
Korollar 13.5 (Analysis (Osnabrück 2021-2023)).
Die Funktion
ist
injektiv,
da sie streng wachsend ist und damit ist die Abbildung
-
auf das Bild
bijektiv.
Die Umkehrfunktion
-
ist ebenfalls streng wachsend.
Sei
und
vorgegeben.
Es sei zunächst
kein
Randpunkt
von
. Dann ist auch
kein Randpunkt von
. Sei
vorgegeben und ohne Einschränkung
angenommen. Dann ist
-

und für
gilt wegen der Monotonie
-
![{\displaystyle {}g(y')\in [g(y-\delta ),g(y+\delta )]\subseteq [x-\epsilon ,x+\epsilon ]\,.}](../../../_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/0bb2aed0ef0a00be5596b81a2ee778e45594600c.svg)
Also ist
stetig in
. Wenn
ein Randpunkt von
ist, so ist auch
ein Randpunkt von
, sagen wir der rechte Randpunkt. Dann ist zu vorgegebenem
wieder
und
erfüllt die geforderte Eigenschaft.
Es sei
-
eine bijektive differenzierbare Funktion mit
für alle
und der Umkehrfunktion
. Was ist an folgendem „Beweis“ für die Ableitung der Umkehrfunktion nicht korrekt?
Es ist
-

Mit der Kettenregel erhalten wir durch beidseitiges Ableiten die Gleichung
-

Also ist
-

Lösung
Die Kettenregel setzt voraus, dass beide Abbildungen differenzierbar sind, das weiß man hier aber von
nicht.
Lösung
Es sei
-
Zu jedem Startwert

betrachten wir die reelle Folge
-
es gilt also die rekursive Beziehung

. Zeige, dass die Folge für
![{\displaystyle {}x_{0}\in [-2,1]}](../../../_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/5d4cee25a06918fa8ed1502a4310fda8edbe2d16.svg)
einen Häufungspunkt besitzt.
Lösung
Es ist
-

und
-

Die Ableitung der Funktion ist
-

daher wird das Minimum bei
-

mit dem Wert
-

angenommen. Daher ist
-
Bei
![{\displaystyle {}x_{0}\in [-2,1]}](../../../_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/5d4cee25a06918fa8ed1502a4310fda8edbe2d16.svg)
sind demnach alle Folgenglieder
![{\displaystyle {}x_{n}\in [-2,1]}](../../../_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/2e0c03619cadb95d8c2439b7e4c5799351884a6e.svg)
. Nach dem
Satz von Bolzano-Weierstraß
besitzt die Folge eine konvergente Teilfolge und damit einen Häufungspunkt.
Beweise die Charakterisierung mit Ableitungen von konvexen Funktionen
.
Lösung
Es sei zunächst
konvex und seien zwei Punkte
aus
gegeben. Es sei
die lineare Funktion, die
und
verbindet. Aufgrund der Konvexität ist
für alle
.
Für die Differenzenquotienten gilt daher

Durch Übergang zu den Limiten für
bzw.
folgt
-

Es sei nun
als nicht konvex vorausgesetzt und seien zwei Punkte
aus
mit der Eigenschaft gegeben, dass die verbindende Gerade von
und
nicht vollständig oberhalb des Graphen von
verläuft. Es gibt also ein
mit
,
wobei wieder
die verbindende lineare Funktion ist. Durch Übergang zu
können wir
und
annehmen. Nach dem
Mittelwertsatz
gibt es Punkte
und
mit
und
,
sodass
nicht wachsend ist.
Bestimme die
Ableitung der
Funktion
-
Lösung
Die Ableitung von
ist
-
Bestimme das
Taylor-Polynom
der Ordnung
zur Funktion
-

im Entwicklungspunkt
.
Lösung
Wir müssen das Polynom
-
berechnen. Es ist
-

-

-

-

und
-

Daher ist das vierte Taylor-Polynom gleich
-
Beweise die Substitutionsregel zur Integration von stetigen Funktionen.
Lösung
Eine Person will ein einstündiges Sonnenbad nehmen. Die Intensität der Sonneneinstrahlung werde im Zeitintervall
(in Stunden) durch die Funktion
-
beschrieben. Bestimme den Startzeitpunkt des Sonnenbades, sodass die Gesamtsonnenausbeute maximal wird.
Lösung
Es sei
der Anfangszeitpunkt des Sonnenbades. Die Gesamteinstrahlung der Sonne in der Stunde
ist das bestimmte Integral

Für diese Funktion muss das Maximum im Intervall
bestimmt werden. Dafür berechnen wir die Ableitung, diese ist
-

Die Nullstellenberechnung dieser Ableitung führt auf
bzw. auf
-

Also ist
-

(die negative Wurzel muss nicht berücksichtigt werden, da diese zu einem
außerhalb des Definitionsbereiches führt).
Die zweite Ableitung
-
ist an der Stelle
negativ, sodass dort das Maximum vorliegt. Da die Ableitung keine weiteren Nullstellen im Intervall besitzt, müssen die Randpunkte nicht gesondert betrachtet werden.
Lösung