Lösung
- Zu zwei Vektoren
nennt man
-

den Abstand zwischen
und
.
- Ein
metrischer Raum
heißt vollständig, wenn jede
Cauchy-Folge
in
konvergiert.
- offenes Intervall.
Eine
Differentialgleichung
der Form
-
wobei
-
eine
Matrix
mit Einträgen
ist und
-
eine Abbildung, heißt inhomogene lineare gewöhnliche Differentialgleichung mit konstanten Koeffizienten oder inhomogenes lineares gewöhnliches Differentialgleichungssystem mit konstanten Koeffizienten.
- Es sei
ein
Körper,
ein
-Vektorraum
und
eine
Bilinearform
auf
. Die Bilinearform heißt symmetrisch, wenn
-

für alle
gilt.
- Es seien
die Richtungsableitungen in Richtung des
-ten Einheitsvektors. Zu
heißt die
Matrix
-
die Hesse-Matrix zu
im Punkt
.
- Die Integrabilitätsbedingung besagt, dass
-

für alle
und alle
gilt.
Formuliere die folgenden Sätze.
- Der
Satz über die Eigenschaften des Abstandes
auf einem reellen Vektorraum mit einem Skalarprodukt.
- Der
Satz von Schwarz.
- Der
Satz über die Grenzabbildung
einer gleichmäßig konvergenten Abbildungsfolge
-
zwischen
metrischen Räumen
und
.
Lösung
- Es sei
ein
Vektorraum
über
mit einem
Skalarprodukt
. Dann besitzt der zugehörige
Abstand
die folgenden Eigenschaften
(dabei sind
).
- Es ist
.
- Es ist
genau dann, wenn
.
- Es ist
.
- Es ist
-

- Es sei
offen und
eine Abbildung derart, dass für
die zweiten Richtungsableitungen
und
existieren und stetig sind. Dann gilt
-

- Wenn die Abbildungen
alle stetig sind, so ist auch die Grenzabbildung
stetig.
Lösung
Es seien
zwei Punkte und
die dadurch definierte Gerade. Wir identifizieren
mit den reellen Zahlen,
mit dem Nullpunkt und
mit einer positiven reellen Zahl. Die induzierte euklidische Metrik ist dann der Betrag. Der Durchschnitt
ist ebenfalls abzählbar. Wir wählen
mit
-

Mit der Dreiecksungleichung ist dann einerseits
-

und andererseits
-

also ist
-

Beweise das Folgenkriterium für die Stetigkeit einer Funktion
zwischen metrischen Räumen in einem Punkt
.
Lösung
Die Äquivalenz von (1) und (2) ist klar.
Es sei nun (2) erfüllt und sei
eine Folge in
, die gegen
konvergiert. Wir müssen zeigen, dass
ist. Dazu sei
gegeben. Wegen (2) gibt es ein
mit der angegebenen Eigenschaft und wegen der Konvergenz von
gegen
gibt es eine natürliche Zahl
derart, dass für alle
die Abschätzung
-

gilt. Nach der Wahl von
ist dann
-
sodass die Bildfolge gegen

konvergiert.
Es sei (3) erfüllt und
vorgegeben. Wir nehmen an, dass es für alle
Elemente
gibt, deren Abstand zu
maximal gleich
ist, deren Wert
unter der Abbildung aber zu
einen Abstand größer als
besitzt. Dies gilt dann insbesondere für die Stammbrüche
,
.
D.h. für jede natürliche Zahl
gibt es ein
mit
-
Diese so konstruierte Folge
konvergiert gegen
, aber die Bildfolge konvergiert nicht gegen
, da der Abstand der Bildfolgenwerte zu
zumindest
ist. Dies ist ein Widerspruch zu (3).
a) Skizziere die
(Bahn der)
archimedische Spirale
-
b) Skizziere die
(Bahn der)
archimedische Spirale
-
Lösung
a)
b) Es ist

D.h. der Wert des Weges an einer negativen Stelle ergibt sich aus dem Wert an der zugehörigen positiven Stelle, indem man in der ersten Komponenten negiert und die zweite Komponente beibehält. Die Bahn im Negativen ergibt sich also aus der Bahn im Positiven, indem man an der
-Achse spiegelt.
Beweise die Integralabschätzung für stetige Kurven.
Lösung
Wenn
ist, so ist nichts zu zeigen. Es sei also
-

Es sei
.
Das ergänzen wir zu einer
Orthonormalbasis
von
. Es seien
die Koordinatenfunktionen von
bezüglich dieser Basis. Dann besteht aufgrund unserer Basiswahl die Beziehung

da ja
ein Vielfaches von
ist und somit die anderen Koeffizienten gleich
sind. Daher ist

Bestimme die Lösung
des
Anfangswertproblems
für das
Zentralfeld
-
mit
.
Lösung
Es handelt sich um ein Zentralfeld, das auf die eindimensionale Differentialgleichung
-

mit
führt. Dies ist eine Differentialgleichung mit getrennten Variablen. Es ist
-

und somit
-

Also ist
-

und wegen der Anfangsbedingung muss
sein, also ist
-

Die Lösung für das Zentralfeld ist somit
-

Zeige für Polynomfunktionen
-
direkt, dass
-

gilt.
Lösung
Da partielle Ableitungen mit Addition und Skalarmultiplikation verträglich sind, und da ein Polynom eine Summe aus Monomen, multipiziert mit Konstanten ist, genügt es, die Aussage für Monome
-

zu zeigen. Bei
ist die Aussage richtig, sodass wir
annehmen. Es ist
-

Wenn
ist, so ist dies
, und in diesem Fall sind auch
und
die Nullfunktion, also gleich. Dies ist auch bei
der Fall. Es seien also
.
Dann ist

Dies ist auch das Ergebnis in der umgekehrten Reihenfolge.
Man gebe ein Beispiel für eine
stetige Funktion
-
die im Nullpunkt
partiell differenzierbar
ist und dort die Eigenschaft besitzt, dass die
Richtungsableitung
in keine Richtung
mit
existiert.
Lösung erstellen
Beweise den Satz über die Offenheit der positiven Definitheit der Hesse-Form.
Lösung
Es sei
eine
Basis
von
, und sei
die
Gramsche Matrix
zur Hesse-Form
im Punkt
bezüglich dieser Basis. Aufgrund der Differenzierbarkeitsvoraussetzungen hängt
stetig
von
ab. Daher hängen auch die
Determinanten
der quadratischen Untermatrizen von
stetig von
ab. Die Determinanten
-

sind
nach Korollar 48.12 (Analysis (Osnabrück 2021-2023))
alle von
verschieden. Daher gibt es eine offene Umgebung
,
,
derart, dass für alle
die Determinanten
-

das gleiche Vorzeichen haben wie
. Da diese Vorzeichen nach
Korollar 48.12 (Analysis (Osnabrück 2021-2023))
über die Definitheit entscheiden, folgt die Behauptung.
Wir betrachten die Abbildung
-
a) Bestimme die regulären Punkte der Abbildung
. Zeige, dass
regulär ist.
b) Beschreibe für den Punkt
den
Tangentialraum an die Faser
von
durch
.
c) Man gebe für
einen lokalen Diffeomorphismus zwischen einem offenen Intervall und einer offenen Umgebung von
in der Faser
durch
an.
Lösung
a) Die Jacobi-Matrix der Abbildung ist
-

Diese Matrix besitzt maximalen Rang, wenn die erste Zeile kein Vielfaches der zweiten Zeile ist. Die Bedingung lautet also
-
D.h. die singulären Punkte der Abbildung sind die Punkte der von
erzeugten Geraden. Der Punkt
gehört nicht zu dieser Geraden, da
keine Lösung besitzt.
b) Der Tangentialraum an
in
ist der Kern des totalen Differentials, also der Kern von
-

Zur Bestimmung des Kerns muss man also das lineare Gleichungssystem
-

lösen. Durch Subtraktion der beiden Zeilen folgt
und daher ist der Tangentialraum gleich der Geraden
-
c) Der Punkt
wird unter der Abbildung
auf
abgebildet. Die Faser darüber wird durch die beiden Gleichungen
-
beschrieben. Wir lösen die lineare Gleichung nach
auf und setzen das Ergebnis
-

in die quadratische Gleichung ein. Das ergibt
-

bzw.
-

Wir lösen dies nach
auf und erhalten zunächst
-

und durch quadratisches Ergänzen
-

Daraus ergibt sich
-

Dabei ist die Wurzel für
und damit insbesondere für
definiert. Da für
ja
sein soll, muss man das negative Vorzeichen nehmen. Somit liefert die Abbildung
-
eine Bijektion dieses offenen Intervalls mit der offenen Teilmenge der Faser
durch
, die durch
gegeben ist. Es ist ein Diffeomorphismus, da diese Abbildung differenzierbar ist und ihre Ableitung wegen der zweiten Komponenten nirgendwo verschwindet.
Es sei
ein endlichdimensionaler reeller Vektorraum und
-
ein
stetig differenzierbares Vektorfeld.
Es sei
die Menge der unendlich oft stetig differenzierbaren Funktionen von
nach
. Wir betrachten die Abbildung
-
mit
-

Man erhält also aus der Funktion
die neue Funktion
, indem man an einem Punkt
die Richtungsableitung der Funktion
in Richtung
berechnet. Zeige, dass für
folgende Eigenschaften äquivalent sind.
- Es ist
.
- Das Bild einer jeden Lösung zur Differentialgleichung
liegt in einer Faser von
.
Lösung
Von (1) nach (2). Es sei
-
eine auf einem Intervall
definierte Lösungskurve zur Differentialgleichung
, d.h. es gilt
für alle
. Wir betrachten die Ableitung der Verknüpfung
-
Nach der
Kettenregel
ist

Also ist die Ableitung von
gleich
für alle
und daher ist
konstant.
Von (2) nach (1). Es sei
fixiert. Nach
dem Satz von Picard-Lindelöf
gibt es zum Anfangswertproblem
und
eine
(eindeutige)
Lösung, also eine differenzierbare Abbildung
-
mit
und
(und
).
Nach Voraussetzung liegt das Bild von
ganz in einer Faser von
, d.h. die zusammengesetzte Abbildung
-
ist konstant. Daher ist die Ableitung davon gleich
und somit ist
-

für
. Für
bedeutet dies
-

Skizziere den Graphen einer Funktion
-
mit der Eigenschaft, dass der Subgraph
nicht
konvex,
aber
sternförmig
ist.
Lösung erstellen