Kurs:Didaktik der Stochastik für Lernumgebungen/unbekannte Funktionen
Einführung
In dieser Lerneinheit erfahren Sie, wie Sie als Lehrer individuelle Lernaufgaben für Ihre Schüler erstellen können, indem Sie Techniken des Maschinellen Lernens und der Optimierung anwenden. In diesem Kontext beschreibt eine unbekannte Funktion eine Wahrscheinlichkeitsverteilung als Dichtefunktion über einem Messraum .
Approximation Funktion und Lernumgebungen
Dieser Approximation dieser unbekannten Funktionen mit Daten liefert dann die Grundlage, um in digitalen Lernumgebungen individualisierte Auswahlsentscheidungen zu treffen, die als Datengrundlage die Daten einer Lerngruppe verwendet.
Lokale Datenverarbeitung
Die Auswertung der Daten erfolgt dabei mit OpenSource-Werkzeugen, die Daten von Lernenden nicht exponiert (siehe Datensouveränität). konzentrieren und dabei die statistische Programmiersprache R verwenden.
Lernziele
- Verständnis der Grundlagen des Maschinellen Lernens für die Approximation von Funktionen - Anwendung von R zur Datenanalyse und Funktionsapproximation - Erstellung individueller Lernaufgaben basierend auf den Fähigkeiten und Fortschritten der Schülerinnen und Schüler
Mathematischer Hintergrund der Funktionalen Approximation
Die funktionale Approximation ist ein wichtiger Bestandteil der Mathematik und des Maschinellen Lernens. Ziel ist es, eine unbekannte Funktion durch eine bekannte Funktion zu approximieren, die auf den gegebenen Daten basiert.
Reellwertiger Definitionsbereich
Ist , dann kann die Funktionsapproximation durch verschiedene Methoden, wie z.B. lineare Regression, polynomiale Regression oder komplexere Modelle (wie neuronale Netze) erfolgen.
Aufgaben
Die folgenden Aufgaben sollen sowohl fachliche Aspekte der Funktionsapproximation als auch grundlegende Konzepte addressieren, wie man mit digitalen Lernumgebungen an die Lernvorraussetzungen von Schülerinnen und Schüler anpassen kann.
Aktivität 1: Einführung in das Maschinelle Lernen - Weitsprung
Durch das maschinelle Lernen und Sprungweiten der Schülerinnen und Schülern beim Weitsprung als Daten soll eine Wahrscheinlichkeitsverteilung zum Zeitpunkt mit als Beispiel verwendet. grundlegendes Verständnis des Maschinellen Lernens vermitteln.
Diskussion - Maschinelles Lernen - Lernen im schulischen Kontext
Versuchen Sie in einer Diskussion festzulegen, welche Rolle maschinelles Lernen in diesem Kontext Weitsprung Lernen/Training im Sportunterricht hat?
Funktionsfolgen - Lernen als Veränderung einer Leistung
Nun sei die Funktion die Wahrscheinlichkeitsdichte für die erzielten Weiten vor dem Weitsprungtraining und die Wahrscheinlichkeitsverteilung der erzielten Weiten auf nach dem Training. Wie kann man die Leistungsverbesserung einer Klasse qualitativ durch den Vergleich und beschreiben.
Messen der Veränderung einer Leistung
Erläutern Sie, wie man durch Integration über ein Produkt und einer streng monoton wachsenden Bewertungsfunktion eine Verbesserung der Weitsprungleistungen der Klasse messen?
Verschlechterung Verbesserung der Leistung
Einige Schüler:innen können verbessern und aber einige Schüler:innen können sich auch vom Zeitpunkt zu verschlechtern. In wie weit beschreibt das obige Integral über das Produkt aus Dichtefunktionen und Bewertungsfunktion eine eine Leistung der Klasse?
Aktivität 2: Von Daten zur Dichtefunktion
Gegeben sind die Daten
Dabei für eine Wertepaar der die gemessene Weiteund die Häufigkeit, wie oft die Weite gesprungen wurde (i.d.R. ist ).
Von Daten zur Dichtefunktion
Sei ( z.B. ) ein Parameter, der die Streuung der Messdaten bei Versuchswiederholung beschreibt.
Bemerkung - Dichtefunktion und Normiertheit
Nun wurde mit eine Dichtefunktion definiert, diese ist aber noch keine Wahrscheinlichkeitsdichte ist, da die Funktion nicht normiert ist. In dem folgenden Schritt wird aus der Dichte eine Wahrscheinlichkeitsdichte.
Von Dichtefunktion zur Wahrscheinlichkeitsdichte
Die Summanden sind integrable Funktionsterme mit einer Stammfunktion (siehe auch Cauchy-Verteilung). Berechnen Sie mit einem OpenSource-Computeralgebrasystem die Stammfunktion von und berechnen Sie:
Definieren Sie dann die Wahrscheinlichkeitsdichte als .
Aktivität 2: Datenanalyse mit R
Ziel: Grundlegende Kenntnisse in der Datenanalyse mit R vermitteln.
Vorbereitung
- Installation: Installieren Sie R und RStudio auf den Schülercomputern.
- Einführung: Führen Sie eine kurze Einführung in die Grundlagen von R durch.
- Übung: Lassen Sie die Lehramtsstudierende einfache Datenanalysen durchführen, die u.a. das Laden von Daten, Definition von Funktionen und Plotten von Datensätzen und Funktionen beinhaltet.
# Beispielcode für die Datenanalyse mit zwei Messzeitpunkten
# Laden eines Datensatzes mit Weitsprungdaten
data <- read.csv("weitsprung.csv")
# weite|anzahl1|anzahl2
# 2.00|0|2
# 2.10|1|3
# 2.20|3|0
# 2.50|4|1
# 2.70|0|2
# 2.50|2|3
# 2.90|2|1
# 3.00|0|0
# ....
# Plotten der Daten
plot(data$x, data$y, main="Beispiel-Daten", xlab="X-Achse", ylab="Y-Achse")
Aktivität 3: Funktionsapproximation mit R
Implementieren Sie den Plot der Funktionsapproximation zu unterschiedlichen Messzeitpunkten und plotten Sie die Differenz der Dichtefunktion in R. Wie kann man diese Differenz der Dichtefunktionen interpretieren?
Aktivität 4: Erstellung individueller Lernaufgaben
Betrachten Sie nun die zeitliche Entwicklung der Weitsprungergebnisse von einzelnen Schülerinnen und Schülern im zeitlichen Verlauf und notieren Sie sich, welche Übungen zu welchem Zeitpunkten mit der Klasse durchgeführt wurden. Geben Sie dann individuelle Trainingsaufgaben für Schülerinnen und Schüler, die auf den Übungen basieren die die erzielten Ergebnisse im Weitsprung verbessert haben.
Bewertung von Fortschritten
Bewerten Sie die individuellen Fähigkeiten und Fortschritte der Schülerinnen und Schüler in Bezug auf die vorherigen Trainingseinheiten.
Erstellung Trainingspläne
Erstellen Sie individuelle Trainingspläne, die auf die Stärken und Schwächen der Schülerinnen und Schüler abgestimmt sind.
Feedback
Welches Feedback können Sie aus den Weitsprungdaten geben? Geben Sie regelmäßig Feedback und erläutern Sie, wie Sie den Trainingsplan bei Bedarf anpassen! Der Mittelwert der Weitsprungdaten hat sich verbessert. Die Streuung der Weitsprungergebnisse hat sich vergrößert.
Abschluss
Zusammenfassend wurde in der Lerneinheit betrachtet, wie man aus Daten Wahrscheinlichkeitsdichten generieren kann und wie man aus den Daten sowohl über die Verbesserung in einer Lerngruppe als auch im individuellen zeitlichen Verlauf Rückmeldung zu den Weitsprungergebnissen geben kann. Insgesamt handelt sich bei dem Beispiel um einen ersten Einstieg eine unbekannte Funktionen mit Daten zu approximieren. In diesem Fall war die unbekannte Funktion eine Wahrscheinlichkeitsdicht. Durch die Verwendung von R konnten ein erste praktische Einstiegbeispiele realisiert werden.
Weiterführende Ressourcen
- R-Statistiksoftware]
- RStudio - Benutzeroberfläche für R
- GNU R - Wikibook
- KnitR - Individualierte Dokumentenerstellung
- Einführung in das Maschinelle Lernen - freier Coursera