Freiheits- und Gerechtigkeitspartei

Die Freiheits- und Gerechtigkeitspartei (arabisch حزب الحرية والعدالة, DMG Ḥizb al-ḥurrīya wa-l-ʿadāla) war eine islamistische und wirtschaftsliberale politische Partei in Ägypten. Die Partei bezeichnete sich als unabhängig, hatte aber starke Verbindungen zur Muslimbruderschaft, der einflussreichsten und am besten organisierten politischen Gruppe im Land. Sie ist seit Ende 2013 im Zuge der Einstufung der Moslembrüder als Terrororganisation in Ägypten verboten, deren Vermögen und Besitz wurde vom ägyptischen Staat eingezogen.

حزب الحرية والعدالة
Freiheits- und Gerechtigkeitspartei
Partei­vorsitzender Saad al-Katatni
Stell­vertretender Vorsitzender Rafik Habib
Gründung 21. Februar 2011
Verbot 9. August 2014
Haupt­sitz 20 King El-Saleh Str. Rhoda-Kairo
Aus­richtung Islamismus, Wirtschaftsliberalismus
Farbe(n) blau, rot und grün
Schura-Rat
105/270
(2011/2012)
Mitglieder­zahl 8.821
Internationale Verbindungen Muslimbrüder
Website www.hurryh.com

Die Partei hatte geplant, die absolute Mehrheit der Parlamentssitze in allen Wahlkreisen bei den Parlamentswahlen 2011/2012 zu erringen. Sie erhielt 218 der 508 Sitze in der Volksversammlung und wurde so zur stärksten Partei. Mit Saad al-Katatni stellte sie ab Januar 2012 auch den Parlamentspräsidenten.

Die Partei und die salafistische Partei des Lichts (zweitstärkste Fraktion) strebten es an, eine gemeinsame Koalition zu bilden. Auch kündigte die Freiheits- und Gerechtigkeitspartei an, dass keines ihrer Mitglieder bei der Präsidentschaftswahl 2012 antreten soll. Dieses Versprechen wurde allerdings gebrochen, indem Chairat el-Schater zum Kandidaten für die Wahl ernannt wurde. Nach dessen Ausschluss aufgrund von Vorstrafen wurde Mohammed Mursi zum Kandidaten der Partei gekürt, der zum neuen ägyptischen Präsidenten gewählt wurde.

This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. Additional terms may apply for the media files.