ʿAbdul-Bahāʾ

ʿAbdul-Bahāʾ (arabisch عبد البهاء, DMG ʿAbd al-Bahāʾ ‚Diener der Herrlichkeit [Gottes]‘; geboren 23. Mai 1844 in Teheran, Iran; gestorben 28. November 1921 in Haifa, Israel, damals Völkerbundsmandat für Palästina) war der Sohn des Religionsstifters Bahāʾullāh. Nach dessen Tod wurde er das religiöse Oberhaupt der Bahāʾī-Gemeinde und Ausleger der Heiligen Schriften seines Vaters. Durch sein humanitäres Engagement, seine Schriften und Ansprachen in vielen Ländern, erlangte er als Verfechter des Friedens und der Gerechtigkeit hohe Anerkennung. Den Bahāʾī gilt ʿAbdul-Bahāʾ als moralisches Vorbild.

Sein bürgerlicher Name war ʿAbbas Effendi (persisch عباس افندی, DMG ʿAbbās Effendī). Er selbst wählte für sich den Ehrentitel ʿAbdul-Bahāʾ (Bahai-Transkription ‘Abdu’l-Bahá), der sich von Abd (arabisch „Diener“) und Bahāʾ (arabisch „Herrlichkeit“) ableitet.

  1. Hoda Mahmoudi, Janet A. Khan: A world without war: 'Abdu'l-Bahá and the discourse for global peace. Bahá'í Publishing, Wilmette, Illinois 2020, ISBN 978-1-61851-166-9.
  2. Manfred Hutter: Handbuch Baha’i. Geschichte – Theologie – Gesellschaftsbezug. Kohlhammer, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-17-019421-2, S. 46–50.